Kauf von Hanwha-Aktien BASF will mehr Isocyanat in Korea herstellen

dpa LUDWIGSHAFEN. Der Chemiekonzern BASF will seine Isocyanat- Produktion in Südkorea ausbauen und sich an der Hanwha Chemical Corporation (Seoul) beteiligen. Zum Preis von knapp 114 Mill. US-$ (262 Mill. DM/133,6 Mill. Euro) erwerbe die BASF 14,2 % des Aktienpakets der Gesellschaft, teilte der Chemiekonzern am Montag in Ludwigshafen mit. Isocyanate sind Vorprodukte für Polyurethan- Kunststoffe. Der Markt für Polyurethane wird laut BASF in Asien in den kommenden zehn Jahren am stärksten wachsen. Die BASF plane deshalb auch mit Partnern den Bau eines Isocyanat-Komplexes im chinesischen Caojing.

Die BASF will an ihrem koreanischen Standort Yosu 2003 eine neue Anlage in Betrieb nehmen, die jährlich 140 000 Tonnen des Kunststoff- Vorproduktes Toluendiisocyanat (TDI) produzieren soll. Die Kapazität soll sich bis 2004 auf etwa 160 000 Tonnen jährlich verdoppeln. Hanwha soll das für die Isocyanat-Herstellung benötigte Chlor an die BASF liefern und erhält im Gegenzug den bei der Herstellung anfallenden Chlorwasserstoff. Polyurethan-Kunststoffe werden in der Auto- und Bauindustrie sowie bei der Herstellung von Kühlschränken, Polstermöbeln und Matratzen eingesetzt.

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