Konzernchef McKinnell hält an Wachstumsziel fest Bayer-Rückrufaktion lässt Pfizer kalt

Der US-Pharmakonzern Pfizer, der als weltweiter Marktführer das Cholesterin senkende Mittel Lipitor vertreibt, befürchtet keine negativen Auswirkungen durch den Rückruf des Bayer-Medikaments Lipobay/Baycol.

HB NEW YORK. "Wir rechnen mit keinen Änderungen in unserer Kennzeichnung", sagte Vorstandsvorsitzender Henry McKinnell dem Handelsblatt. Das Produkt sei sicher, und das Unternehmen erwarte keine Einschränkungen seitens der US-Gesundheitsbehörde FDA. Diese prüft infolge des Bayer-Rückrufs inzwischen die Sicherheit aller die Blutfettwerte senkenden Medikamente.

Lipitor, das mit 5 Mrd. $ ein Sechstel des Gesamtumsatzes von Pfizer ausmacht, ist der eindeutige Marktführer und wird vom Bayer-Rückruf voraussichtlich am meisten profitieren. Die Investment-Bank UBS Warburg schätzt, dass in diesem Jahr die Hälfte des Marktanteils von Bayer oder 500 Mill. $ Umsatz, an Pfizer gehen wird.

"Da 95 Prozent unserer Patienten ihr Behandlungsziel mit Lipitor erreichen, erwarten wir weiter weltweit robustes Wachstum für das Produkt", so McKinnell. Zum Potenzial von Lipitor sagte er: "Wenn wir weiter 14 % wachsen, wären das 10 Mrd. $ in fünf Jahren." Für den Gesamtkonzern halte er an seinem Ziel fest, den Gewinn in diesem und im kommenden Jahr um ein Viertel zu steigern.

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