Marken "Ami go home", Coca-Cola bleib hier

Amerikas Beliebheitswerte befinden sich im Sturzflug. Auch der militärische Erfolg von Präsident Bush im Irak ändert daran nichts.
  • Peter Poppe (Handelsblatt-Autor)
Quelle: Handelsblatt
(Foto: Handelsblatt)

Die antiamerikanische Stimmung bekommt durch das deutliche Hegemoniestreben der USA neue Nahrung. Deshalb werden auch die Boykottaufrufe gegen US-Produkte nicht verstummen. Eine Gefahr für große US-Marken wie Coca-Cola, Nike, Microsoft, McDonald?s oder Starbuck?s? Ganz deutlich nein, sagt eine Studie des Marktforschungsinstituts Research International (RI), die auf Diskussionen mit 1 500 jungen Verbrauchern aus 52 Städten in 41 Ländern basiert. Demnach tendieren Verbraucher dazu, negative Aspekte ihrer Lieblingsmarken zu ignorieren. Junge Marken-Fetischisten, selbst wenn sie islamischen Glaubens sind, trennen ihr politisches Bewusstsein strikt von ihrem Konsumenten- Bewusstsein. Und sie trennen die USA und die amerikanischen Werte von der kulturellen Herkunft der US-Marken. Coca-Cola ist längst ein internationaler Mythos.

Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Mexiko, Indien oder Brasilien gelten globale Marken immer noch als Symbol für sozialen Aufstieg. Deshalb empfindet die junge Generation keinen Widerspruch darin, auf eine Anti-Amerika-Demonstration in Levi?s Jeans und Nike-Turnschuhen zu gehen. Ami go home, aber Coca-Cola bleib hier!

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