Nach der Annahme eines Privatdarlehens CDU drängt Özdemir zum Verzicht auf die Kandidatur

Wegen der umstrittenen Annahme eines Privatdarlehens von dem Frankfurter PR-Manager Moritz Hunzinger wächst der Druck auf den Grünen-Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir.
Cem Özdemir. Foto: dpa

Cem Özdemir. Foto: dpa

ddp/HB HAMBURG. Der Rechtsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang von Stetten, forderte ihn in der "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe) auf, seine Bundestagskandidatur zurückzuziehen. Dem Blatt sagte Stetten: "Wer bei anderen den Moralapostel spielt, muss selbst absolut sauber sein. Das ist bei Herrn Özdemir nicht der Fall - deshalb sollte er nicht mehr für den Bundestag kandidieren." Dagegen hatte sich CDU-Chefin Angela Merkel zurückhaltend zum Fall Özdemir geäußert. Sie würde sich an "fachbezogene Kreditinstitute" wenden, sagte sie lediglich.

Der Verband der führenden PR-Agenturen in Deutschland hat Vorwürfe gegen den umstrittenen Frankfurter PR- Experten Moritz Hunzinger erhoben. Der Präsident des Verbandes, Rupert Ahrens, sagte am Dienstag im InfoRadio Berlin Brandenburg, der Fall Rudolf Scharping (SPD) habe deutlich gezeigt, dass der Ex- Verteidigungsminister für das eigentliche Kerngeschäft von Hunzinger, der Vermittlung hochrangiger Politiker an Wirtschaftslobbyisten, benutzt worden sei. "Ich sage es ganz salopp: Scharping ist Hunzinger auf dem Leim gegangen."

Scharping war am Freitag entlassen worden, nachdem seine Geschäftsbeziehungen zu Hunzinger bekannt geworden waren.

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