Party mit Mike Huckabee Ein (fast) normaler Wahlabend

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Aber eigentlich, so Huckabee weiter, habe man ja in South Carolina gar nicht verloren. "Politik ist kein Ereignis, sondern ein Prozess." Und der ist noch lange, lange nicht vorbei. Er verdanke es den Freiwilligen, die Zeit und Geld opferten, gar ihre Handy-Freiminuten für die Kampagne opferten, so weit gekommen zu sein. "Wir haben nicht das meiste Geld, das meiste Personal, die meisten Berater. Aber wir haben eine Botschaft, die ankommt bei den Menschen," ruft der Kandidat.

"Auch wer im Taxi vorne sitzt hat in dieser republikanischen Partei eine Stimme"

Das Wort Gott nimmt Huckabee kein einziges Mal in den Mund. Nein, es gehe darum, dass die Regierung aufhört, die Menschen mit einer übergroßen Steuerlast auszuquetschen. Dass sie aufhört, Milliarden ohne Nachdenken hinauszuwerfen. "Wir wollen eine Regierung, die unsere Sicherheit wieder herstellt. Und das heißt nicht nur sichere Grenzen sondern auch sichere Arbeitsplätze", fordert Huckabee. Er wolle dafür sorgen, dass Amerikas Bürger wieder eine Stimme bekommen, "und zwar diejenigen, die im Taxi vorne sitzen, nicht nur die Passagiere". Auch für "die Menschen, die die Lebensmitteltrucks fahren, die das Essen servieren ist Platz in dieser republikanischen Partei – das ist meine Botschaft. Und die wird mich, die wird uns bis ins Weiße Haus tragen".

Am Ende hat Huckabee zwar nur einen zweiten Platz gewonnen und bleibt gegen solche Schwergewichte wie McCain und dem noch gar nicht aufgetauchten Rudy Giuliani nur ein Außenseiter. Aber ein Mann mit einer solchen positiven Ausstrahlung und einem solch sicheren Gespür für populistische Stimmungen sollte man nicht unterschätzen. Er hat Recht. Politik ist ein Prozess.

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