Putzen macht depressiv Mit Perlen sprechen

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Das Bändchen kommt nicht nur pünktlich zum anstehenden Frühjahrsputz, sondern hat in Bundesminister Eichel quasi noch einen unfreiwilligen Promoter gefunden. Dessen linkischer Versuch, bei minimalen Beschäftigungsverhältnissen in privaten Haushalten mit abzustauben, ist ja glücklicherweise vom Tisch. Was nicht heißt, dass ein Mustervertrag für saubere Arbeitsverhältnisse nicht hilfreich wäre, ebenso wie Antworten auf Fragen zum Unfallschutz oder zur Haftpflicht.

Das Schöne an Ratgebern ist - egal, ob Frauen nun zu sehr lieben oder zu selten putzen -, dass man die eigenen Probleme endlich mal behandelt sieht. Es gibt also noch andere, denen es grundsätzlich unangenehm ist, eine Putzfrau zu beschäftigen und ihr Anweisungen zu erteilen. Der überlieferte Seufzer: "Ich muss noch schnell sauber machen, meine Putzfrau kommt", ist kein Witz, sondern Wahrheit. Svetlana könnte ja denken, man sei eine Schlampe.

Die Autorinnen warnen denn auch vor allzu großen Vertraulichkeiten und übertriebenem Entgegenkommen. Besonders zu Beginn des Arbeitsverhältnisses: "Mit einem einzigen gut gemeinten Tässchen Tee schwächen Sie ihre Position auf lange Sicht ganz gravierend."

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