Rechtstipp Spekulationsgewinn bei Falschbuchung ist rechtswidrig

Nur kurz währte die Freude eines Aktienbesitzers über einen stattlichen Spekulationsgewinn beim Verkauf neuer Aktien. Der sofortige Wiederverkauf hatte ihm einen Mehrerlös von fast 8 000 Mark über dem Ausgabe-Preis beschert.

ddp/vwd NÜRNBERG. Nur kurz währte die Freude eines Aktienbesitzers über einen stattlichen Spekulationsgewinn beim Verkauf neuer Aktien. Der sofortige Wiederverkauf hatte ihm zwar einen Mehrerlös von fast 8 000 Mark über dem Ausgabe-Preis beschert. Statt der seinem Depot gutgeschriebenen 250 Aktien hatten ihm aber nach den Zeichnungs-Bedingungen nur 50 zugestanden. Als das Broker-Unternehmen das Versehen bemerkte, stornierte es umgehend sowohl die Zuviel-Buchung der Aktien als auch die Gutschrift des Mehrerlöses.

Der Aktienbesitzer klagte. Das Landgericht Nürnberg-Fürth gab jedoch dem Broker-Unternehmen Recht. Da dem Kunden nur 50 Aktien zustanden, hatte er auch nur Anspruch auf den Veräußerungs-Erlös "seiner" 50 Aktien, urteilte das Gericht. Folgerichtig wies es die Klage des Kunden auf Auszahlung weiterer 6 378 Mark als unbegründet ab. Das Urteil (AZ: 11 S 5198/00) ist rechtskräftig.

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