Seit Jahresbeginn EU-Kommission sieht Konjunktur-Erholung

Die Konjunktur in der Eurozone erholt sich nach Berechnungen der EU-Kommission in Brüssel wieder. Für das erste Vierteljahr 2002 errechneten die Fachleute ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verglichen mit dem vierten Quartal 2001 um 0,2 bis 0,5 %.

dpa BRÜSSEL. Damit wäre das BIP-Minus der letzten drei Monate des vergangenen Jahres wieder wettgemacht, das die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag auf 0,2 % bezifferte.

Nach den Terroranschlägen in den USA war die Wirtschaftsleistung in den zwölf Ländern der Eurozone nach der Eurostat-Berechnung erstmals seit mehr als acht Jahren geschrumpft. Die am Donnerstag veröffentlichte Prognose der Brüsseler Wirtschaftsexperten geht von einem quartalsweisen Wachstum des BIP von 0,5 bis 0,8 % im weiteren Verlauf des Jahres aus. "Diese Vorhersagen bestätigen, dass eine Erholung eingesetzt hat", schrieb die EU-Kommission.

Für das gesamte Jahr 2001 errechnete Eurostat ein Wachstum in der Eurozone von 1,5 %. Im Jahr 2000 war das BIP dort wie in den 15 Ländern der EU noch um 3,3 % gewachsen. In den 15 EU-Staaten fiel der Abschwung im letzten Quartal 2001 mit minus 0,1 % geringer aus als in den zwölf Ländern der Eurozone. Für das Gesamtjahr kam die EU inklusive der Nicht-Euroländer Schweden, Dänemark und Großbritannien auf ein BIP-Plus von 1,6 %.

Die einzigen positiven Wachstumsraten verzeichneten im vierten Quartal Schweden (plus 0,3 %) sowie Dänemark und Spanien (je plus 0,2 %). Die Wirtschaft schrumpfte hingegen am stärksten in Finnland (minus 0,5 %), Belgien und Deutschland (je minus 0,3 %). In der Bundesrepublik sank auch der private Konsum mit einem Minus von 0,5 % besonders stark.

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