Sieg gegen Slowenien Handballern gelingt endlich der große Wurf

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"Das ist eine herausragende Leistung der Mannschaft, dass sie zum dritten Mal das Finale erreicht hat. Wir sind die einzigen, die das drei Jahre hintereinander geschafft haben, im Finale zu stehen. Das überrascht mich schon. Ich bin stolz auf die Mannschaft", lobte Brand seine Akteure. "Die deutsche Mannschaft bestimmt die Weltspitze", urteilte DHB-Präsident Ulrich Strombach über die Leistung der Auswahl. Dies drückte sich auch in die Wahl von Torhüter Henning Fritz und des Lemgoer Rückraumspielers Volker Zerbe in das Allstar- Team aus.

Vor dem Endspiel hatten die deutschen Spieler versucht, die zwei verlorenen Finals bei der EM 2002 und der WM 2003 aus den Köpfen zu verbannen. "Darüber denken wir nicht nach. Das ist ein neues Spiel", sagte der Kieler Fritz. Mit einer Quote von 49 % gehaltener Bälle war der Kieler auch ein großer Rückhalt beim 22:20- Halbfinalerfolg am Samstag gegen Dänemark.

Sloweniens Nationaltrainer Tone Tiselj, dessen Mannschaft in der Hauptrunde eine herbe 24:31-Schlappe gegen das deutsche Team erlitten hatte, stichelte angesichts zweier verlorener Endspiele vor dem Finale gegen das Brand-Team. "Deutschland hat zwei Finals verloren. Ich kann nur sagen: Finals spielt man nicht, Finals gewinnt man", meinte er auf der Pressekonferenz, nachdem Slowenien im Halbfinale Weltmeister Kroatien mit 27:25 bezwungen und sich damit den letzten freien Olympia-Platz gesichert hatte. Nach dem Finale musste er den verdienten Sieg der Deutschen anerkennen.

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