Trotz 20-minütiger Lektion der Tschechen DEB-Puckjäger denken positiv

Nach der 20-minütigen Eishockey-Lektion der tschechischen NHL-Stars um Jaromir Jagr war selbst Hans Zach frustriert. "Wir haben zwei Drittel hervorragend gespielt, dann hat uns die tschechische Lawine überrollt", meinte der Bundestrainer nach dem 1:5 der deutschen Nationalmannschaft zum Vorrundenabschluss gegen den WM-Gastgeber: "Das war schon frustrierend." Dennoch wollen die deutschen Puckjäger aus der klaren Pleite sogar Selbstvertrauen für die Zwischenrunde tanken. Denn die Leistung der DEB-Auswahl gegen den WM-Mitfavoriten Tschechien ordneten sie insgesamt positiv ein: "Die haben gezittert und gewankt", sagte Verteidiger Andreas Renz selbstbewusst.
Robert Müller musste gleich fünfmal gegen die Tschechen hinter sich greifen. Foto: dpa

Robert Müller musste gleich fünfmal gegen die Tschechen hinter sich greifen. Foto: dpa

HB PRAG. 40 Minuten lang hielt die deutsche Mannschaft am Mittwochabend zumindest vom Ergebnis her die Partie offen, ehe zum Vorrundenabschluss in Prag noch vier Gegentore fielen. "Das 2:1 hat uns deprimiert", sagte Zach. Anders als die rund 2000 deutschen Fans unter den 17 000 Zuschauern in der Sazka-Arena, die nach Klaus Kathans fulminantem Schlagschuss zum Ausgleich (38. Minute) auf eine Überraschung gehofft hatten, meinte Zach: "Ich war beim 1:1 kein Fantast, um an den Sieg zu glauben."

Nach der ersten Niederlage bei der WM in Tschechien ist die Ausgangssituation für die DEB-Auswahl in der Zwischenrunde ungünstiger als in den vergangenen Jahren. Nur einen Punkt nahm das Zach-Team mit, das aufgrund der schlechtesten Tordifferenz vor seinem ersten Spiel am Samstag (20.15 Uhr) gegen Österreich sogar den letzten Platz in der Gruppe E belegt. So wird die Mannschaft sowohl gegen das Team Austria als auch am Dienstag (16.15 Uhr/live im WM-Ticker von Handelsblatt.com) gegen die Schweiz wohl gewinnen, um zum vierten Mal hintereinander das Viertelfinale zu erreichen. Gegen Titelverteidiger Kanada ist die DEB-Auswahl am Sonntag (20.15 Uhr) nur Außenseiter.

"Jetzt müssen wir punkten, punkten, punkten", forderte Russland-Legionär Jan Benda mit Blick auf die vergangenen WM-Turniere, als die DEB-Auswahl mit einer besseren Bilanz in die Zwischenrunde gestartet war: 2001 hatte das Zach-Team drei, 2002 und 2003 jeweils zwei Zähler mitgenommen. "Jetzt geht es um die Wurst", meinte der Kölner Verteidiger Andreas Renz und prognostizierte: "Wenn wir ins Viertelfinale wollen, müssen wir zwei Spiele gewinnen."

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