Umfrage-Erkenntnis Akzeptanz kostenpflichtiger Internet-Inhalte wächst

Nach einer Studie der Hamburger Unternehmensberatung Fittkau & Maaß lehnen nur noch 27,1 % der deutschsprachigen Internet- Nutzer kostenpflichtige Angebote im World Wide Web ab. Vor einem Jahr waren noch fast 50 % der Online-Nutzer nicht bereit, Geld für bestimmte Internet-Inhalte zu bezahlen.

HB/dpa HAMBURG. Für die am Montag veröffentlichte Studie wurden vom 7. Oktober bis zum 11. November rund 99 000 deutschsprachige Internet-Nutzer befragt.

Fast zwei Drittel der Nutzer sind nach den Ergebnissen fast täglich online. Gehen heute 62 % an sechs oder sieben Tagen pro Woche ins Netz, waren es bei der ersten Erhebung im Herbst 1996 erst 35 %. Dabei hat die Kommunikation beispielsweise per E-Mail im Vergleich zur Informationsbeschaffung an Bedeutung gewonnen: Vor einem Jahr gaben 69 % der Befragten Online-Kommunikation und 82 % Informationsabruf als Grund für den Klick auf die Datenautobahn an. Bei der aktuellen Befragung wurden Kommunikation von 75,3 % und Informationsabruf von 75,6 % als Nutzungsgrund angeben. "Somit vollzieht sich im deutschsprachigen Internet langsam aber sicher der Wandel vom reinen Informations- zum Informations- und Kommunikationsmedium", kommentiert Fittkau & Maaß die Ergebnisse.

30 % der Internet-Nutzer sind heute bereit, für "hochwertige Informationen, Daten und Nachrichten" im Internet Geld zu bezahlen. Vor einem Jahr waren dazu nur 19 % bereit. Jeweils rund 20 % würden sich zum Beispiel Software, Musik oder Filme aus dem Internet etwas kosten lassen. Bei der Suche nach Finanzierungswegen für redaktionelle Inhalte ist Werbung bei den Internet-Nutzern aber beliebter als Nutzungsgebühren. Vor die Wahl gestellt, bevorzugten 51 % Werbung. Allerdings schenkt ein Drittel der Menschen im World Wide Web der Werbung ohnehin keine Beachtung.

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