"Untätigkeit" vorgeworfen CDU: NRW fällt zurück bei Biotechnologie

Die Opposition hat der nordrhein-westfälischen Landesregierung Untätigkeit bei der Erhaltung von Nordrhein-Westfalen als Biotechnologie-Standort vorgeworfen.

kin DÜSSELDORF. "NRW steht in akuter Gefahr, den Anschluss zu verlieren", heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion, der dem Handelsblatt vorliegt. Die Zahl der Biotechnologie-Unternehmen in NRW stagniere seit gut einem halben Jahr bei 77, für das laufende Jahr seien keine Neugründungen zu verzeichnen. In anderen Bundesländern sei dagegen die Zahl der Biotech-Unternehmen im letzten halben Jahr angestiegen, etwa in Bayern (derzeit 93, Anstieg: +8), Baden-Württemberg (79, +11), Berlin (65, +10), Hessen (39,+6).

Größere Unternehmen tätigten ihre biotechnologischen Investitionen im Ausland oder in anderen Bundesländern, Bayer etwa in den USA, Henkel in Hessen. Ausländische Biotech-Firmen, die in NRW Töchter gründeten, gebe es kaum. Die Union forderte unter anderem die Bündelung der verschiedenen Landesinitiativen zur Biotechnologie sowie die Verankerung des Faches in Lehrplänen.

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