Wechsel aber erst 2005 Montoya sitzt bald im „Silberpfeil“

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Williams-BMW machte unterdessen gute Miene zum bösen Spiel: "Ganz normal" sei der Wechsel, erklärte Theissen. Schließlich sei es legitim, entsprechend der bestehenden Verträge über einen Team- Wechsel nachzudenken und diesen auch zu vollziehen. Sein Mercedes- Kollege Norbert Haug frohlockte: "Juan Pablo Montoya ist mit seinen Erfolgen in wenigen Jahren zu einer festen Größe im internationalen Motorsport geworden und wird gut in unser Team passen."

Doch bis es soweit ist, will Montoya seinen neuen Arbeitgeber noch kräftig ärgern: "Ich werde mich darauf konzentrieren, die Weltmeisterschaft 2004 zu gewinnen", sagte Montoya, der bei McLaren - Mercedes doppelt so viel verdienen soll wie bei Williams-BMW. Doch mit der frühzeitigen Festlegung fährt der heißblütige Kolumbianer hohes Risiko. Sollte er wirklich noch Weltmeister werden, könnte er im neuen Team viel verlieren. "Wir haben noch ein gemeinsames Jahr mit Juan Pablo vor uns. Ich bin davon überzeugt, dass er auch 2004 genauso motiviert an seine Aufgabe rangeht wie bislang. Der Fahrer und das Team haben einen gemeinsames Interesse: Den WM-Titel. Weder Fahrer noch Team können es sich leisten, den WM-Titel zu verschenken", so Theissen.

In diesem Jahr war der Südamerikaner, der seit seinem Einstieg in die Formel 1 im Jahr 2001 drei Grand Prix' gewonnen hat, lange Zeit der erste Herausforderer von Michael Schumacher, doch im Endspurt zeigte er im Nerven im Titelkampf und musste die Jäger-Rolle seinem künftigen Teamkollegen Räikkönen überlassen.

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