Winokurow in guter Frühform Zabel spürt Teamkonkurrenz im Nacken

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Kummer hat die Hierarchien vor dem ersten von zehn Weltcup-Rennen festgelegt: "Zabel und Winokurow haben alle Freiheiten - Erik ist der Kapitän." Folgendes Szenario ist denkbar: Bettini, der durch seinen Erfolg im Vorjahr in San Remo seinen Weltcup-Gesamtsieg einleitete, oder ein anderer Fahrer attackiert an einer der beiden finalen Steigungen. Winokurow geht mit.

"Im Fall einer Attacke muss Winokurow entscheiden, ob er den Rhythmus stört, bis ich wieder dran bin, und er mir bei einem Sprint helfen kann, oder ob er sich allein stark genug fühlt", meinte Zabel, der bei einer Massenankunft auf der Via Roma gute Chancen für sich sieht. In diesem Fall müsste aber durch eine Tempo-Verschärfung an der Cipressa oder dem Poggio möglichst dafür gesorgt sein, dass der kaum überwindbare Sprinter Petacchi im Finale nicht mehr dabei ist.

Winokurow hält mit seinen Ambitionen auch nicht zurück. "Wenn es zum Spurt kommt, unterstütze ich Erik. Vielleicht ergibt sich aber auch vorher die Chance für eine Attacke", sagte der Silbermedaillen- Gewinner von Sydney, für den Mailand-San-Remo auch ein kleiner Test für die Tour de France sein könnte. Dort muss der Tour-Dritte von 2003 mit seinem Freund Jan Ullrich ebenfalls eigene Interessen und Möglichkeiten mit der Team-Disziplin in Einklang bringen.

Im Gegensatz zu Ullrich, der vom kommenden Montag an bei der Katalanischen Woche seine Tour-Vorbereitung fortsetzt, ist Lance Armstrong in Mailand - ohne große, eigene Ambitionen - mit einem starken Team am Start. Der fünffache Toursieger präsentiert sich zum vorletzten Mal in Europa, bevor er für zwei Monate in die USA zum Training verschwindet.

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