Wirtschaftliche Lage ist verheerend Wenn man sich den Aufstieg nicht leisten kann

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Spitzenspielern wie Michael Hegemann liegen Angebote von Bundesligisten vor. Die gesamte Mannschaft hatte schon vor dieser Saison auf 30 Prozent des Gehaltes verzichtet, um den Kader zusammenzuhalten. Und Mitte März ist Abgabeschluss für die Lizenzunterlagen, der ohnehin schon kleine Etat von etwa 650 000 Euro müsste für die Bundesliga verdoppelt werden, um konkurrenzfähig zu sein. Dafür reichen die zu erwartenden Fernseheinnahmen bei weitem nicht aus.

Der Aufstieg wäre riskant. Das zeigen die Beispiele der Vereine, die sich trotz neuer Zuschauerrekorde in der boomenden Liga durch die Verpflichtung internationaler Topspieler übernommen haben. Beim ThSV Eisenach wurde das schon eröffnete Insolvenzverfahren wieder eingestellt, TuSEM Essen fehlen 800 000 Euro. Auch in Wallau-Massenheim verzichteten die Spieler auf einen Teil des Gehaltes.

Zudem spielen die Düsseldorfer in der kleinen Halle in Ratingen. Für das heutige "Spiel des Jahres" gegen den zehnmaligen Deutschen Meister aus Kiel hätte der Verein auch in die größere Philipshalle umziehen können. Das nächste Heimspiel gegen den Lokalkonkurrenten Solingen findet dort statt, um auch direkt in Düsseldorf präsent zu sein.

Doch die Spieler wollten im Pokal in Ratingen bleiben, wegen der Atmosphäre. Der Sieger nimmt am Final-Four-Turnier teil, das auch im Fernsehen übertragen wird. Da könnte man mit 50 000 Euro Gewinn rechnen. "Aber die Chancen auf einen Sieg gegen Kiel liegen nahe null", sagt Trainer Richard Ratka. Da solle man lieber Lotto spielen. Oder auf einen Hauptsponsor hoffen.

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