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13 Tote Hubschrauber von mexikanischem Innenminister stürzt bei Erdbebenflug ab

Wieder erschüttert ein Erdstoß Mexiko. Diesmal gibt es keine Todesopfer. Doch dann stürzt der Helikopter des Innenministers auf eine Menschengruppe.
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Ein Soldat bewacht den abgestürzten Hubschrauber des Innenministers. Er hatte sich die Schäden des Erdbebens aus der Luft ansehen wollen. Quelle: dpa
13 Tote bei Absturz von Hubschrauber

Ein Soldat bewacht den abgestürzten Hubschrauber des Innenministers. Er hatte sich die Schäden des Erdbebens aus der Luft ansehen wollen.

(Foto: dpa)

Mexiko-StadtNach dem schweren Erdbeben in Mexiko am Freitag ist der Hubschrauber von Innenminister Alfonso Navarrete bei einem Erkundungsflug in eine Menschenmenge gestürzt. Der Minister wurde nur leicht verletzt. Aber 13 der Menschen auf dem Boden seien getötet worden, teilte die Staatsanwaltschaft im Staat Oaxaca am Samstag mit. Die Opfer, unter ihnen drei Kinder, hätten nach dem Beben der Stärke 7,2 die Nacht auf dem Feld verbracht, auf das der Hubschrauber stürzte, hieß es aus Behördenkreisen.

Viele Menschen waren aus ihren Häusern geflohen, als am Freitag in Oaxaca im Süden Mexikos wieder die Erde bebte. In der Gegend waren erst am 7. September fast 100 Menschen durch einen Erdstoß ums Leben gekommen. Zwölf Tage später wurden bei einem weiteren Erdbeben in Mexiko-Stadt und Umgebung 369 Menschen getötet. Nach Angaben des Innenministeriums gab es zwei Verletzte mit Knochenbrüchen. Rund 200 Häuser wurden beschädigt, darunter auch das Rathaus und die eine große Kirche in Santiago Jamiltepec.

Als Innenminister Navarrete und der Gouverneur von Oaxaca, Alejandro Murat, sich aus der Luft ein Bild von der Lage machten wollten, kam es in Jamiltepec zu dem Unglück.

Dramatische Bilder: Helikopter-Absturz tötet mehrere Menschen

Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, wollte der Helikopter dort auf einem leerstehenden Grundstück landen. Ein mitreisender Reporter, Jorge Morales, sagte dem mexikanischen Fernsehen, der Pilot habe die Kontrolle über den Hubschrauber verloren und versucht, im aufgewirbelten Staub zu landen. Er sei regelrecht über den Platz geschlittert und habe mehrere Autos erfasst, die dort geparkt waren. Neben den 13 Toten gab es auch 15 Verletzte, alle am Boden.

Sowohl Navarrete als auch das Verteidigungsministerium bekundeten ihr Beileid für die Todesopfer und deren Familien. Für den erst seit kurzem amtierenden Innenminister ist es der zweite Zwischenfall binnen weniger Tage, der ihn in der Öffentlichkeit schlecht dastehen lässt. Erst am Mittwoch musste er einräumen, dass ein Geheimagent, der seinem Ministerium untersteht, den oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Ricardo Anaya beschattet hatte.

Das Epizentrum des Bebens lag 53 Kilometer von der Stadt Pinotepa Nacional entfernt in einer ländlichen Gegend nahe der Grenze zum Staat Guerrero und der Pazifikküste. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte ereignete es sich in einer Tiefe von 24 Kilometern. Es war bis nach Mexiko-Stadt zu spüren, wo Gebäude schwankten und Angestellte in Panik aus Bürotürmen rannten. Ein Nachbeben der Stärke 5,8 rüttelte Mexiko-Stadt danach ein weiteres Mal durch.

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