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170 Tote in Nordkorea Die Zahl der Unwetter-Opfer steigt

Nach den schweren Unwettern in Nordkorea ist die Zahl der Opfer in den Katastrophengebieten stark gestiegen. Noch immer werden hunderte Menschen vermisst, über 200.000 Nordkoreaner seien obdachlos geworden.
04.08.2012 - 16:11 Uhr Kommentieren
Nordkoreaner sind vor den Überschwemmungen auf ihr Dach geflüchtet. Quelle: dapd

Nordkoreaner sind vor den Überschwemmungen auf ihr Dach geflüchtet.

(Foto: dapd)

Wie die Staatsmedien des weithin abgeschotteten Landes am Samstag berichteten, kamen bei heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen Ende Juni und im Juli 169 Menschen ums Leben. Außerdem wurden danach 400 Menschen vermisst. Mehr als 212.000 Nordkoreaner seien obdachlos geworden.

Zuvor war von 119 Todesopfern und mehr als 80.000 obdachlos gewordenen Menschen bei Überschwemmungen und Gewittern seit Mitte Juli die Rede gewesen. Nach den aktualisierten Zahlen wurden im Land mehr als 65.000 Hektar Ackerfläche weggespült oder überschwemmt. Rund 8.600 Häuser seien zerstört und weitere 43.770 Gebäude überflutet worden.

Das UN-Koordinierungsbüro in Pjöngjang hatte am Donnerstag geschrieben, die Menschen in den am schwersten betroffenen Gebieten benötigten unverzüglich Nahrungsmittelhilfe. Viele Nordkoreaner hätten zudem keinen ausreichenden Zugang zur Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung.

Anwohner warten in ihren überschwemmten Häusern auf Hilfe. Quelle: dapd

Anwohner warten in ihren überschwemmten Häusern auf Hilfe.

(Foto: dapd)

Verschiedene UN-Organisationen hatten nach einem Besuch einiger ihrer Experten in den Flutgebieten auch vor dem Risiko einer Verbreitung von Durchfallerkrankungen gewarnt. Das Welternährungsprogramm (WFP) kündigte erste Nahrungsmittellieferungen an. Danach könnten die Flutopfer in den südlichen Gebieten des kommunistischen Landes zwei Wochen lang täglich 400 Gramm Mais erhalten. Wann die Hilfe eintreffen soll, war zunächst unklar. In einem UN-Länderbericht hatte es Mitte Juni geheißen, rund zwei Drittel der 24,1 Millionen Nordkoreaner hätten nicht genug zu essen.

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