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50-Meter-Loch Gewaltiger Erdfall in Thüringen reißt Gebäudeteile mit sich

Auf dem ehemaligen Gelände des Katastrophenschutzes in Nordhausen rumort es am Freitagabend: Ein riesiges Loch bildet sich, tonnenweise Erdreich rutscht ab. Die Ursache ist rätselhaft.
20.02.2016 - 11:58 Uhr
Am Rande des 40 bis 50 Meter großen Kraters brachen Teile von zwei unbewohnten Betriebsgebäuden ab und stürzten in die Tiefe. Quelle: dpa
Erdfall in Nordhausen

Am Rande des 40 bis 50 Meter großen Kraters brachen Teile von zwei unbewohnten Betriebsgebäuden ab und stürzten in die Tiefe.

(Foto: dpa)

Nordhausen Ein gewaltiger Erdfall hat in Thüringen einen bis zu 50 Meter tiefen Krater entstehen lassen. Teile zweier unbewohnter Gebäude auf dem Gelände in Nordhausen seien in das Loch gerissen worden, teilte die Sprecherin des Landkreises Nordhausen, Jessica Piper, am Samstag mit. Die Grube sei mit Wasser gefüllt. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt. Experten des Landesbergamtes sowie der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) reisten für Untersuchungen an. Verletzt wurde bei dem Erdfall am Freitagabend niemand.

Zur Ursache lagen den Behörden zunächst keine Erkenntnisse vor. Dem Landkreis zufolge hatte es am 10. März 2010 auf dem Gelände schon einmal einen Erdfall gegeben, allerdings einen deutlich kleineren. Bei den damaligen Untersuchungen seien weder Wasser noch Hohlräume gefunden worden, erklärte Landkreissprecherin Piper.

Erst vor kurzem war das Gelände demnach für die Servicegesellschaft des Landkreises freigegeben worden, die den Straßenbetriebsdienst übernommen hat. Auf dem ehemaligen Gelände des Katastrophenschutzes sind nun unter anderem Streu- und Räumfahrzeuge untergestellt. Diese konnten noch am Abend alle aus der Gefahrenzone gebracht werden.

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