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Mein Handelsblatt Beständig ist nur der Wandel

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Die Redaktion wird modernisiert
Empathie, ein Pferd und tanzende CEOs
Pathfinder 2016
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Es geht um die Themen der Zukunft, um die Unternehmensführung der Zukunft, um "Skills", die junge Talente haben müssen: Zum vierten Mal hatte das Handelsblatt gemeinsam mit sechs Unternehmen zum Zukunftskongress Pathfinder eingeladen.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)
Tempodrom
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Mehr als 700 Menschen kamen im Berliner Tempodrom zusammen, um über die Unternehmens- und Arbeitswelt der Zukunft zu diskutieren.

(Foto: )
Daimler-Chef Dieter Zetsche (l.) und Handelsblatt-Herausgeber Dieter von Holtzbrinck
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In der Nacht zuvor war an gleicher Stelle der 70. Geburtstag des Handelsblatt gefeiert worden, am Morgen ging es dann mit Pathfinder weiter.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)
Gabor Steingart
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Einige Gäste waren noch etwas müde, die Nacht nach der Feier zum 70. Handelsblatt-Geburtstag war kurz. „Gestern haben wir die Vergangenheit gefeiert, heute feiern wie die Zukunft“, begrüßte Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart. 

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)
Tempodrom
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Die Gäste, junge Talente von Allianz, Deutsche Bank, Daimler, Siemens, der Techniker Krankenkasse und Deloitte, kamen aus 30 Ländern - internationaler geht es wohl kaum. 

(Foto: )
Nicole Cross
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Los ging es musikalisch mit einem Auftritt von Nicole Cross.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)
Julia Engelmann
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Die Poetry-Slammerin hatte bereits am Vorabend das Publikum begeistert und wurde auch bei Pathfinder bejubelt.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

Seit Mitte der 1990er-Jahre hatte sich das Handelsblatt weiter modernisiert: Das optische Erscheinungsbild wurde verbessert, diesmal nicht nur mit Fotos und farbigen Grafiken, sondern auch mit einer Kopfleiste auf der Titelseite. Dieses  „Mäusekino“, so die  redaktionsinterne Bezeichnung, kündigte die besten Geschichten, Reportagen und Hintergrundberichte an. 1999 kam,  nach einem Relaunch durch den New Yorker Zeitungsdesigner Mario García, auch Farbe auf die Titelseite.

Den größten Sprung wagte die Zeitung im November 2009 unter Chefredakteur Bernd Ziesemer. Zum ersten Mal lief das Handelsblatt im deutlich kleineren „Business“-Format aus der Druckerpresse. Deutschlands traditionsreiche Wirtschaftszeitung ließ sich nun bequem in der Bahn oder im Flugzeug lesen, ohne dass man sie falten musste. Verbunden mit der Umstellung des Formats war ein erneuter Relaunch durch García: Die Geschichten mussten nun dichter erzählt werden als zuvor. Gleichzeitig erhielten Analysen und Kommentare mehr Platz. Eine oft überkomplex wirkende Realität verlangt nach professioneller Einordnung.

Im April 2010 löste der langjährige „Spiegel“-Journalist Gabor Steingart Ziesemer als Chefredakteur ab – die Redaktion merkte schnell, dass dieser Wechsel ebenfalls mit einem großen Sprung verbunden war. In Konferenzen bemerkte Steingart gerne, er sei „nicht dazu da, dass Redakteure schnurren wie die Kätzchen“. Energisch ging er daran, die Reste des alten Verlautbarungsstils im Handelsblatt zu eliminieren.

Gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt erklärte er in einem Interview: „Das Klima ist in der Tat tougher geworden. Es muss vor allem präziser gearbeitet werden, da bin ich fordernd, auch drängend. Diesen Willen zur Exzellenz muss ich abverlangen, und das ist ohne Frage für viele ein Kulturwandel.“ Steingart überarbeitete die Titelseite, schuf neue Rubriken wie den „Pinocchio des Tages“ und baute die Blattstruktur um. Am 1. Januar 2013 ernannte der  Verleger Dieter von Holtzbrinck Steingart in Personalunion zum Herausgeber und Vorsitzenden der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt.

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11 Kommentare zu "Mein Handelsblatt: Beständig ist nur der Wandel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Warum brauche ich die Auswahl zwischen 25 inhaltlich gleichen TV-Programmzeitschriften, wenn mir letztlich eine genügt?
    Sowas ist doch Wahnsinn!

  • Erstmal herzlichen Glückwunsch ans Handelsblatt für die bisherigen 70 Jahre!
    „Auflagen-Verluste der Magazine dramatischer denn je“
    Wenn der stern so weitermacht, ist er auch bald nur noch Geschichte und das absolut zurecht, Jörges sei Dank.
    Gilt für viele weitere Printerzeugnisse und Verlage. Sind ja eh alle im Eigentum der paar Großen, die den noch vorhandenen immer kleiner werdenden Markt unter sich aufteilen => Bertelsmann, Bauer, Burda, Holtzbrinck (verlegt das Handelsblatt), Springer, Gruner + Jahr, Medien-Union Schaub. Wenn man sich mal die Preise (zwischen 5 und 20 Euro) anschaut, welche zum größten Teil heute für die Printausgaben der Magazine und Sonderhefte aufgerufen werden, dann verzichte ich als möglicher Käufer gerne auf deren Nachfrage und den Kauf. Auch die Inhalte können nicht mehr überzeugen, da fast alle eh das gleiche voneinander klauen und abschreiben. Nennt sich dann politisch motivierter Journalismus. Nein, auf große Teile der aktuellen Printmedienlandschaft kann ich gut und gerne verzichten. Zu D-Mark Zeiten waren es mir die 3,50 D-Mark noch wert, ein Wochenmagazin käuflich zu erwerben. Seit sich aber die Preise mittlerweile innerhalb von nur 14 Jahren verdoppelt haben, sind mir diese Ausgaben schlicht und ergreifend zu teuer geworden. Das Internet ist für mich persönlich übrigens kein wirklicher Leseersatz zu den Printausgaben. Hinzu kommt eine Flut von Zeitschriftentiteln, die kein Mensch wirklich braucht. Ich frage mich oft, wie die Verlage diese Überproduktion finanzieren, da sich die Zeitschriften und Magazine immer mehr als Ladenhüter entpuppen.

  • @Caruso

    wie Sie sehen, wurde nun wegen "sachlich" gelöscht.......

    Einen "Grund", missliebige Meinungen zu löschen, findet sich eben immer.......

  • Ja, ich wäre auch für so ein bedingungsloses Grundeinkommen, wenn es zur Abwechslung mal die Industrie bezahlen würde. Dafür aber bräuchten wir eine Politikvertretung, die Lobbyarbeit für die Bürger und und nicht für die Industrie machen würde und so etwas gibt es nicht. Daran scheitert das Konzept.

  • @ Herr Pier
    Herr Weimer ist aber auch nur Gastautor, seine Beiträge sind die einzigen mit politischem Inhalt, die ich auf dieser Seite noch ernstnehmen kann (von den Kommentaren mal abgesehen).
    Nein, auch an mir verdient das HB schon lange keinen Cent mehr.
    Werbung? Kenne ich keine. Wozu gibt es das wunderbare Adblock Plus?

  • es ist sicher sinnvoll keine Namen zu nennen,sonst wird "gelöscht wegen "nicht persönlich werden......"

    Ich denke aber, dass jeder, der regelmäßig hier "unterwegs" ist weiß, wer gemeint ist.....
    Solange diese Leute beim HB auf der Gehaltsliste stehen, verdient das HB auch an mir, zumindest direkt, keinen Cent mehr.

    W. Weimer gehört in jedem Fall NICHT dazu.

    Werbung beachte ich gar nicht - die wird umgehend weggeklickt oder wo nicht mgl. , eben ignoriert.
    Es reicht, was ich jeden Monat an Zwangsgebühren für die ach' so neutralen GEZ-Sender abdrücken muss.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Hier die Vervollständigung des letzten Absatzes (sorry, eben keine Zeit mehr gehabt):

    Ist es für die Menschen da, oder ist es umgekehrt?

    Der letzte Absatz klingt reichlich zaghaft-resigniert:

    „Die Initianten glauben auch nicht ernsthaft an einen Sieg. Sie sind schon damit zufrieden, dass jetzt über das Konzept diskutiert wird.

    Auch wenn es die meisten (noch?) als „Spinnerei“ abtun, angesichts obiger Argmente gehört das Thema dringend aus der Versenkung geholt (und an prominenterer Stelle diskutiert)!!!

  • Richtig, beständig ist nur der Wandel. So gesehen, passt der Artikel „Die nächste soziale Revolution“, rechts oben auf Seite 11 der heutigen (06.05.16) HB-Printausgabe.

    Aus besagtem Artikel hier das gewichtigste Argument „PRO bedingungsloses Grundeinkommen“:

    „Guy Standing von der Universität London forscht seit Jahrzehnten über dieses Thema. Er hat Studien in Indien begleitet, bei denen 6.000 Menschen über Jahre ein bedingungsloses Grundeinkommen in bar bekamen. „Die Leute arbeiten mehr, nicht weniger, Kinderarbeit ging dagegen zurück“.

    Das muss natürlich erstmal nochmal genau überprüft werden, aber:

    Falls es sich so bestätigen sollte, dürfte es wohl das schlagendste Argument gegen die Befürchtung, dass eine Befreiung vom Zwang zur Arbeit von den Menschen als Freibrief zur Faulheit angesehen würde. Sondern dass diese Befreiung sich – ganz im Gegenteil – als ein sehr effektiver Impuls für die (nicht zuletzt wirtschaftliche) Weiterentwicklung der heutigen Gesellschaft erweisen könnte.

    Und jetzt das Argument „contra bedingungsloses Grundeinkommen“ (bezogen auf die Abstimmung in der Schweiz):

    „In einem hochentwickelten Industrieland wie der Schweiz hätte das Konzept indes pharaonische Kosten: Rund 200 Milliarden Franken im Jahr (…) Ohne massive Steuererhöhung würde es nicht gehen. Und die Folgen für die Wirtschaft wären kaum abzusehen.

    Dazu nur soviel:

    Was genau ist „Geld“? Und, weitaus interessantere Frage noch:

    Ist es für die Menschen da, oder ist es umgekehrt?
    Der letzte Absatz klingt reichlich zaghaft-resigniert:
    „Die Initianten glauben auch nicht ernsthaft an einen Sieg. Sie sind schon sehr Spinnerei oder nicht, Dabei gehört das Thema – auch wenn es die meisten (noch) als „Spinnerei“ abtun, angesichts obiger Argmente dringend aus der Versenkung geholt (und an prominenterer Stelle diskutiert).

  • Beständig ist nur die Erkenntniss dass sich das Volk gegen die tendenziöse Berichterstattung immer mehr wehrt wenn man sich die Auflage von Bild, Spiegel und Co. anschaut. Sie werden bald ihren Pressemüll nur noch gratis ans Kanzleramt liefern können denn die Leute werden es nicht mal zum anzünden ihres Kamins oder Grills kaufen.

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