Anti-Islam-Hetze Hitler in Philadelphia

Mit einem Bild von Adolf Hitler hetzt die American Freedom Defense in Philadelphia gegen Islam und Koran. Ein Busunternehmen versuchte sich dagegen zu wehren, die „Werbung“ schalten zu müssen – vergeblich.
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Weil Hitler mal einen Araber traf, sollen die USA keine Entwicklungshilfe mehr an islamisch dominierte Länder zahlen. Quelle: ap
Buswerbung in Philadelphia

Weil Hitler mal einen Araber traf, sollen die USA keine Entwicklungshilfe mehr an islamisch dominierte Länder zahlen.

(Foto: ap)

PhiladelphiaTrotz Demonstrationen gegen die Werbemaßnahme fahren mit einem Hitler-Bild bedruckte Busse seit Mittwoch durch Philadelphia. Die Werbung zeigt Adolf Hitler mit einem früheren arabischen Anführer. Eine proisraelische Organisation wirbt mit dem Motiv und dem Slogan „Islamischer Judenhass: Er liegt im Koran“. Die USA werden dabei aufgefordert, keine Entwicklungshilfe mehr an islamische Länder zu zahlen.

Ein US-Richter hatte die Transportbehörde von Philadelphia vor drei Wochen angewiesen, die Werbung der sogenannten American Freedom Defense Initiative zu akzeptieren. Auf eine Berufung gegen das Urteil verzichtete die Behörde, wie sie vergangene Woche bekanntgegeben hatte. Sie hatte die Werbeposter zuvor abgelehnt, weil diese aus ihrer Sicht gegen „minimale Standards höflichen Zusammenlebens“ verstießen.

Braune Ausrutscher
Schäuble stellt Bundeshaushalt 2014 vor
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Dann Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte auf einer Veranstaltung vor Schülern: Wenn die Regierung in Kiew die Polizei nicht mehr bezahlen könne, „dann nehmen natürlich irgendwelche bewaffnete Banden die Macht in die Hand. Dann sagen die Russen, das geht gar nicht, jetzt haben wir irgendwelche Faschisten an der Regierung, die bedrohen unsere russische Bevölkerung.“ Eine solche Situation könne Russland dann zum Anlass nehmen um zu sagen: „Jetzt müssen wir sie schützen, das nehmen wir zum Grund um einzumarschieren.“ Dann zog er den Vergleich: „Das kennen wir alles aus der Geschichte. Solche Methoden hat schon der Hitler im Sudetenland übernommen – und vieles andere mehr.“ Hitler hatte die Zerschlagung der Tschechoslowakei und die Eingliederung des Sudetenlandes in das Deutsche Reich mit dem Schutz der dort lebenden drei Millionen Deutschen begründet.

Julia Timoschenko
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Julia Timoschenko entgleist verbal – und sorgt damit für Wirbel: In einem „Bild“-Interview wirft die frühere ukrainische Regierungschefin dem russischen Präsidenten Putin vor, die Welt zerstören zu wollen. Er versuche, den Status Quo nach dem Zweiten Weltkrieg aufzubrechen und die Weltordnung durcheinander zu bringen – die „Neuzeichnung von Weltkarten durch Kriege, Massenmord und Blut wird zu seinem 'Mein Kampf'“. Der indirekte Vergleich mit dem deutschen Diktator Adolf Hitler ist bei weitem nicht die erste prominente Äußerung dieser Art. Selbst in der Krim-Krise wurde ein ähnlicher Vergleich angewendet.

Hillary Rodham Clinton
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Die ehemalige amerikanische First Lady und Außenministerin Hillary Clinton hatte bei einer Rede zur Krise in der Ukraine das Handeln des Kremlchefs Putin mit dem Satz kommentiert: „Wenn einem das bekannt vorkommt, es ist das, was Hitler damals in den 30er Jahren tat.“ Später relativierte die 66-Jährige ihre Äußerung: „Ich stelle sicherlich keinen Vergleich an, aber ich empfehle, dass wir aus dieser Taktik, die schon mal genutzt wurde, lernen können.“

DAEUBLER GMELIN
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Herta Däubler-Gmelin stolperte über einen Artikel des „Schwäbischen Tagblatts“: Die SPD-Politikerin soll während des Bundestagswahlkampf 2002 den damaligen US-Präsidenten George W. Bush attackiert haben, in dem sie ihm vorwarf, wie „Adolf Nazi“ mit der Außenpolitik von innenpolitischen Problemen abzulenken. Die frühere Justizministerin wurde danach bei der Kabinettsbildung nicht mehr mit einem neuen Amt bedacht.

Eva Hermann
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Ihre Äußerungen zur Familienpolitik der Nazi-Zeit kostete die Fernsehmoderatorin Eva Herman ihren Job beim NDR. Als sie 2007 ihr Buch "Das Eva Prinzip" vorstellte, sagte sie: „Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das - alles, was wir an Werten hatten - …; es war „ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt - das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…“

Der NDR-Programmdirektor Volker Herres reagierte und sagte: "Frau Hermans schriftstellerische Tätigkeit ist aus unserer Sicht nicht länger vereinbar mit ihrer Rolle als Fernsehmoderatorin und Talk-Gastgeberin."

Director Von Trier poses during an interview with Reuters in Mougins
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Der dänische Regisseur Lars von Trier sorgte beim Film Festival in Cannes mit seinen Nazi-Aussagen für Aufruhr. Bei einer Pressekonferenz erklärte der 55-Jährige, dass seine Familie deutsche Wurzeln habe und sagte wortwörtlich „Ich bin ein Nazi“. Außerdem fügte er hinzu: „Ich verstehe Hitler. Ich glaube, dass er ein paar schlechte Dinge gemacht hat, klar, aber ich kann ihn mir in seinem Bunker vorstellen, am Ende.“ Auch halte er Israel für eine Plage. Von Trier wurde daraufhin vom Festival in Cannes offiziell zur „unerwünschten Person“ erklärt.

Electronic copy of front page of The Sun newspaper shows Britain's Prince Harry wearing swastika armband
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Mit einer mehr als unpassend gewählten Verkleidung schockierte Prinz Harry im Jahr 2005. Auf einer Kostümparty erschien er als Nazi verkleidet und empörte damit nicht nur das Königshaus, sondern auch die Vertreter der jüdischen Gemeinde. Der Bruder von Prinz William entschuldigte sich öffentlich für den peinlichen Auftritt.

Verschiedene Anzeigen der Gruppe werden auf insgesamt 84 Bussen zu sehen sein. Das Bild aus dem Jahr 1941 zeigt Hitler bei einem Treffen mit dem palästinensischen Nationalisten Hadsch Amin al-Husseini.

Gegen die Werbung wurde in der US-Ostküstenmetropole vermehrt demonstriert. Selbst Bürgermeister Michael Nutter nahm am Dienstag an einem Protest teil.

  • ap
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4 Kommentare zu "Anti-Islam-Hetze: Hitler in Philadelphia"

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  • Die Buskampagne erinnert mich an das, was man auch auf der facebook-Seite von Generation Islam finden kann.

    Unter dem Slogan "Stop the hate (wobei es "die anderen" sind, die hassen)" bzw. bei Generation Islam unter dem Slogan "Islamhetze (wobei es "der Westen" bzw. "die Kapitialisten" sind, die hetzen)" werden Feindbilder aufgebaut.

    Was an Beispielen für die vermeintliche Richtigkeit des Slogans ausgewählt wird, ist oftmals nicht falsch, aber doch sehr selektiv ausgewählt und propagandistisch aufbereitet.

    Beispielhaft kann ich dieses youtube Video für dieselben Pauschalierer von der Gegenseite nennen:
    https://www.youtube.com/watch?v=pUMKypgCspQ

    Nun können beide Gruppierungen von "Hassbekämpfern" und "Hetzekritikern" sich gegenseitig aneinander aufschaukeln und sich in ihren Überzeugungen bestärken.

    Nichts Neues unter der Sonne! Aber leider weniger harmlos, als manche glauben mögen.

    Jede Nation (Religion, Kultur, ...) spottet über die andere, und alle haben recht. Frei nach Schopenhauer.

  • "Weil Hitler mal einen Araber traf..." (Bildunterschrift)

    Nocheinmal: der frühere Mufti von Jeruslem Muhammad Amin al-Husaini war ein hoher islamischer Würdenträger und permanent in Hitlers Umgebung.

    Die Bildunterschrift ist an der Grenze zur Geschichtsfälschung.

  • "Anti-Islam-Hetze" LOL

    Daß der frühere Mufti von Jeruslem (Muhammad Amin al-Husaini) permanenter Begleiter des österreichischen Rattenfängers war und sein Gedankengut in die arabische Welt transportiert hat , ist eine historische Tatsache.

    Es gibt sogar eine ARD-Doku (die ARD ist zuverlässig nicht-islamfeindlich!) dazu:

    (http://programm.ard.de/?sendung=281116228729715#)

    Nicht richtig ist folglich jedoch, daß die Feindschaft zum Judentum im Koran begründet ist.

  • Verkehrte Welt - Hitler als Werbeträger
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    So etwas ist nur in den USA möglich.
    In Deutschland sind Islamisten "sakrosant"

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