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Atomreaktor Fukushima Lage im Katastrophengebiet bleibt unbeherrschbar

Einsatzkräfte in Fukushima kämpfen weiter verzweifelt gegen einen GAU, der wahrscheinlich schon stattgefunden hat. Im Boden findet sich mittlerweile auch Plutonium, Radioaktivität wurde nun auch in Südkorea nachgewiesen.
29.03.2011 Update: 29.03.2011 - 15:04 Uhr Kommentieren
Die Reaktorruine von Fukshima. Quelle: dpa

Die Reaktorruine von Fukshima.

(Foto: dpa)

Tokio Der Kampf gegen einen Super-GAU im havarierten Atomkraftwerk Fukushima kann noch Monate dauern. Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnete die Lage in der Atom-Ruine am Dienstag im Parlament als „unvorhersehbar“. Im Boden um das Kraftwerk Fukushima Eins war zuvor hochgiftiges, radioaktives Plutonium entdeckt worden. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will Japan am Donnerstag einen Solidaritätsbesuch abstatten.

Die gemessene Plutonium-Menge sei gering und für Menschen nicht gefährlich, erläuterte der Kraftwerksbetreiber Tepco. Sie entspreche derjenigen, die in früheren Jahrzehnten nach Atombombentests in Japan gemessen wurde.

Dennoch führte die Nachricht vom Plutoniumfund an der Börse in Tokio zu Kursverlusten. Der hochgiftige Stoff wurde in Bodenproben festgestellt, die Tepco am 21. und 22. März nehmen ließ. Regierungssprecher Yukio Edano sagte dazu, die Lage sei „sehr ernst“, der Plutoniumfund sei ein Hinweis auf „einen gewissen Anteil schmelzender Brennstäbe“. Aus welchem der beschädigten Reaktoren das Plutonium stammt, ist bisher nicht bekannt.

Die japanische Regierung erwähnt womöglich eine Verstaatlichung des Energiekonzerns Tepco. So jedenfalls wurde der Minister für die nationale Politik, Koichiro Gemba, von der Nachrichtenagentur Kyodo zitiert. Regierungssprecher Edano dagegen sagte, das werde momentan nicht überlegt. Hintergrund der Berichte ist, dass das Unternehmen womöglich gewaltige Summen an Entschädigung zahlen muss - zum Beispiel an Anwohner des Unglücks-AKW Fukushima und an Bauern, die verstrahlte Produkte nicht mehr verkaufen konnten.

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    Am beschädigten Kraftwerk selbst gingen die Arbeiten zum Entschärfen der Atom-Krise weiter. Dabei macht das radioaktiv verstrahlte Wasser in Wassergräben und den Turbinenhäusern der Reaktoren den Einsatz lebensgefährlich. Es stand zeitweise bis zu einen Meter hoch in den Kellern der Turbinenhäuser von vier der sechs Reaktorblöcke in Fukushima Eins.

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