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Austretende Radioaktivität Japans Bauern protestieren gegen Akw-Betreiber

Mehr als 200 Bauern haben am Dienstag vor dem Hauptquartier des japanischen Akw-Betreibers Tepco demonstriert. Derweil startete ein erneute große Suchaktion nach den immer noch rund 12.000 Vermissten.
26.04.2011 - 12:10 Uhr Kommentieren
Hunderte Bauern protestieren gegen Tepco. Quelle: dpa

Hunderte Bauern protestieren gegen Tepco.

(Foto: dpa)

Tokio/Tagajo Die Bauern, die von austretender Strahlung aus der havarierten Atomanlage Fukushima-Daiichi im Nordosten des Landes betroffenen waren, brachten zwei Kühe zu ihrem Protest nach Tokio mit. Vor den Büros von Tepco hielten sie Schilder mit der Aufschrift „Stoppt Atomenergie“ hoch, reckten die Fäuste in die Höhe und skandierten Slogans.

Austretende Radioaktivität aus dem Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi, das durch den Tsunami am 11. März beschädigt wurde, ist in Milch, Wasser und Gemüse aus der Gegend rund um die Atomanlage nachgewiesen worden.

Erst am Wochenende wurde bekannt, dass die Werte für radioaktives Cäsium 134 und Cäsium 137 sowie für Jod 131 im havarierten Fukushima sich im Vergleich zu den vor einem Monat gemessenen Daten verfielfacht haben. Der Wert für Cäsium 134 und 137 wuchs etwa um das 250-fache. Bei Jod 131 sei es etwa das Zwölffache gewesen. Deswegen muss der AKW-Betreiber Tepco nach einigen Angaben der Beseitigung des radioaktiven Wassers Priorität einräumen.

Wie japanische Medien unter Berufung auf Tepco am Dienstag weiter berichteten, steigt der Pegelstand des radioaktiv verseuchten Wassers weiter an. Es seien in den vergangenen Tagen jeweils wenige Zentimeter hinzugekommen.

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    Tepco kündigte am Wochenende an, weitere Zwischenlager für hoch radioaktives Abwasser bauen zu wollen. Tepco möchte so bis Anfang Juni Kapazitäten für 31.400 Tonnen Wasser schaffen, berichtete der Fernsehsender NHK. Danach sollen bis Dezember jeden Monat weitere Behälter aufgebaut werden, falls die Filterung des Wassers und die Kühlsysteme nicht wie geplant im Juni wieder funktionieren.

    Tepco muss derzeit etwa 70.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Abwasser aus den Turbinengebäuden und aus Tunneln pumpen, das zur Notkühlung der beschädigten Reaktoren benutzt worden war. Das Wasser behindert die Reparaturarbeiten am Kühlsystem und gefährdet die Arbeiter. Das Kraftwerk war durch das Megaerdbeben und den nachfolgenden Tsunami am 11. März schwer beschädigt worden.

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