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Besucher-Minus beim Oktoberfest Flaute auf der Wiesn – deutlich weniger Gäste

Ernüchternd fällt die Halbzeitbilanz des Oktoberfests aus. Schuld sei vor allem das Wetter, heißt es aus München. Mit dem Gehalt zum Monatswechsel kämen wieder mehr Gäste, hofft der Wiesn-Chef.
27.09.2015 - 14:55 Uhr

Wiesn 2015: Weniger Gäste, Hendl und Bier

München Das Münchener Oktoberfest hat bisher deutlich weniger Gäste angezogen als in den Vorjahren. In der ersten Woche besuchten nur rund drei Millionen Menschen die Wiesn, rund 300 000 weniger als im vergangenen Jahr, hieß es bei der Halbzeitbilanz am Sonntag. Gäste aus dem benachbarten Ausland seien eher „zögerlich“ gekommen. Auch der Durst und Appetit der Wiesn-Gäste nahm ab, wenn auch nicht sehr: Zwei Prozent weniger Bier schenkten die Wirte auf dem weltgrößten Volksfest bislang aus.

Schuld sei vor allem das durchwachsene Wetter, hieß es von den Wiesn-Machern. Sie hoffen auf einen starken Endspurt bis zum kommenden Sonntag. „Wenn der 1.Oktober da ist und das Gehalt überwiesen wurde, dann kommt man wieder auf die Wiesn“, meinte Wiesn-Chef Josef Schmid.

Die Maß Bier kostet diesmal in allen Festzelten mindestens zehn Euro – so viel wie nie zuvor. Die Bierzelte, in den vergangenen Jahren abends regelmäßig wegen Überfüllung geschlossen, bieten derzeit oft ein anderes Bild: kaum Warteschlangen an den Eingängen, entspannte Ordner, freie Plätze. Wirte-Sprecher Toni Roiderer sah es positiv: „Die Zelte sind ein bisschen leichter zu managen, weil nicht so viel Druck drauf ist.“ Auf der „Oide Wiesn“, dem historischen Teil des Oktoberfestes, blieb der Besucherandrang nahezu unverändert.

Die typischen Wiesn-Gäste
Sechs Millionen
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Italiener und Australier, Maßkrugschläger und Taschendiebe, echte Münchner und echte Trachtler – all das gibt es auf dem Oktoberfest. Sechs Millionen Besucher kommen an den 16 Festtagen auf das Münchner Oktoberfest. Die Wiesn eint sie alle - dabei sind sie so verschieden.

(Foto: dpa)
So verschieden
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Die einen haben eine echte, teure Tracht, die anderen eine billige Montur, schnell auf dem Weg zum Fest gekauft. Manche sprechen Bayrisch, andere verstehen das nicht. Die meisten mögen Bier. Aber einige vertragen es nicht - zumindest nicht in den auf der Wiesn üblichen Mengen. Eine Typologie der Wiesn-Gäste.

(Foto: dpa)
Der Münchner
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Er kommt in Jeans, höchstens im Janker (das ist eine Trachtenjacke). Der Münchner der gehobenen Mittelschicht und des gehobenen mittleren Alters isst im Biergarten zu Mittag sein Hendl. Gut zwei Drittel der Gäste sind Bayern. Manche unken aber, Münchner seien eine bedrohte Wiesn-Spezies, weil es ihnen zu voll ist.

(Foto: dpa)
Der einheimische Partygänger
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Um die 20 Jahre alt, aus Bayern. Er steht an Samstagen frühmorgens vor dem Zelt, um einen Platz zu bekommen. Dort sitzt er bis zum Schankschluss um 22.30 Uhr. Manchmal hat er dann zwei Promille und landet in der Sanitätsstation. Sonst feiert er auf After-Wiesn-Partys weiter. Er fährt mit der Bahn heim – so sehen die Züge auch aus.

(Foto: imago)
Der Trachtler
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Echte Trachtler waren vor allem am ersten Sonntag zu sehen. Sie laufen in einem der größten Trachtenzüge weltweit zur Wiesn. Frauen brauchen oft Stunden, bis sie ihre historischen Gewänder angelegt und die Haare gerichtet haben. Trachten können mehrere Tausend Euro kosten. Auf Träger von Mini-Dirndl und Billig-Lederhosen blicken echte Trachtler mit Kopfschütteln – aber in Bayern gilt: Leben und leben lassen.

(Foto: imago)
Bub/Madel
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Zuckerwatte, süße Limo, Pommes, dazu Geisterbahn, Karussell und Schiffschaukel - die Wiesn scheint ein Eldorado für Kinder. Aber das ist nur die halbe Wahrheit: Der Krach, die vielen Menschen und die langen Wege sind für manchen kleinen Gast zu viel. Der Wiesn-Tag kann zum Nervenkrieg werden. Immer wieder gehen Kids im Gedränge verloren - eine Kinderfundstelle sammelt sie und gibt sie den Eltern zurück.

(Foto: dpa)
Der Vegetarier
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Veggieday! Früher hätten Vegetarier das größte Volksfest hungrig verlassen müssen. Heute bieten die Wirte natürlich vegetarische und sogar vegane Gerichte an: Käsespätzle. Oder Crêpes mit Schokocreme. Oder Lebkuchenherzen. Trotzdem demonstrierten 2012 Vegetarier gegen die Fleischeslust und das Leiden der Tiere. Eine halbe Million Hendl und an die 100 Ochsen sterben für das Fest. Wirtesprecher Toni Roiderer: „Ich mische mich ja auch nicht ein, wenn die Vegetarier dem Vieh das Futter wegessen.“

(Foto: dpa)

Spekuliert wird darüber, ob wegen der Grenzkontrollen zu Österreich weniger Besucher aus der Alpenrepublik und aus Norditalien kommen. Bei der Einreise nach Bayern kommt es auf den Autobahnen jetzt regelmäßig zu Wartezeiten. Vor dem Beginn des Oktoberfestes musste München einen starken Flüchtlingszustrom bewältigen.

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    Über zu wenige Besucher konnten sich auch die Wirte und Fahrgeschäftsbetreiber auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart zumindest am Eröffnungswochenende nicht beschweren. Bei sonnigem Herbstwetter strömten die Massen, die Zelte waren voll. Bis zu vier Millionen Gäste werden bei Deutschlands zweitgrößtem Volksfest bis zum 11. Oktober erwartet.

    Auf den Straßen staute sich vor allem am Samstag der Verkehr, da auch das Heimspiel des VfB Stuttgart Besucherscharen anzog. Viele Fußballfans machten einen Abstecher zum Wasen. Außerdem fielen S-Bahnen aus, weil ein Luftballon an einer Oberleitung einen Kurzschluss auslöste.

    • dpa
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