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„Bin verzweifelt!“ Aus dem Tagebuch von Klausjürgen Wussow

Fünf Jahre nach dem Tod von Schauspieler Klausjürgen Wussow werden einige seiner Tagebucheinträge veröffentlicht. Die Dokumente aus dem Jahr 1999, kurz vor der Trennung von seiner Frau, zeugen von Leid und Liebeskummer.
18.06.2012 - 12:15 Uhr Kommentieren
Yvonne und Klausjürgen Wussow auf einem Foto von 1999. Quelle: dpa

Yvonne und Klausjürgen Wussow auf einem Foto von 1999.

(Foto: dpa)

Berlin Schauspieler Klausjürgen Wussow („Die Schwarzwaldklinik“) hat kurz vor der Trennung von seiner Frau Yvonne unter großem Liebeskummer gelitten. Das geht aus seinen Tagebuchaufzeichnungen hervor, die die „Bild“-Zeitung am Montag veröffentlichte. Seiner Frau Yvonne schrieb er am 10. April 1999 aus dem mexikanischen Mérida vom letzten Dreh für „Klinik unter Palmen“: „Hallo mein Schatz! Ich sprach von Sehnsucht! Nach dir - nach euch! Und du??? Verrückte Welt! Verrücktes Lieben! Soll ich überhaupt zurückkommen?“. Ihre Reaktion: „Ich habe mich verliebt!“ Wussow schreibt später laut Zeitung: „Mein Schatz! Brief kam an! Bin verzweifelt! Lass uns unseren Weg wieder finden, ihn gehen!“

Die Ehe zerbrach kurze Zeit später endgültig, die beiden lieferten sich eine öffentlich ausgetragene Schlammschlacht, 2003 wurde die Ehe geschieden. Yvonne Wussow starb 2006, Klausjürgen Wussow am 19. Juni 2007 im Alter von 78 Jahren. Sein Todestag jährt sich an diesem Dienstag zum fünften Mal.

Die Dokumente aus dem Jahr 1999 seien „Hilfeschreie voller Verzweiflung, Trauer und Leid“, schreibt die „Bild“. Zu der Zeit sei Wussow bereits an Demenz erkrankt gewesen, seinen Sohn Benjamin (Spitzname "Mimi") habe er nur selten gesehen. Wussow schrieb: „Verwaist! Alles im Leben Erworbene - Partnerschaft und Kind alles verdrängt alles vergessen. Sie: 44 Ich: 70 (beide vergaßen es!) Aber noch immer Liebe zu ihr. Mehr als sonst. Und Mimi euch beide noch sehen!“.

Weiter heißt es in den Aufzeichnungen: „Es ist alles nur bitter. Ich denke nur noch an Mimi. O Gott! Was hab ich getan. Schizophren? Nee! Kaum ertragen!“. Und: „Wo liegt meine Depression? (.) Nun ohne Weg - ohne Heimweg.“ Den Höhepunkt seiner Karriere hatte der ehemalige „Schwarzwaldklinik“-Star damals schon überschritten. Er schrieb: „Ich will wieder nach oben.“

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