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Blitze, Hagel und Tornados Die tödlichsten Wetterkatastrophen

Die Katastrophen der Vergangenheit sollen helfen, schlimme Folgen von Unwettern in Zukunft besser zu verhindern. Daher haben Meteorologen im Detail erfasst, bei welchen Ereignissen besonders viele Menschen ums Leben kamen.
18.05.2017 - 12:17 Uhr Kommentieren
Superzellen wie diese in Brandenburg können teils mit großem Hagel, Starkregen, Sturm und Tornados einhergehen. Quelle: dpa
Unwetter

Superzellen wie diese in Brandenburg können teils mit großem Hagel, Starkregen, Sturm und Tornados einhergehen.

(Foto: dpa)

Genf Was waren die tödlichsten Wetterkatastrophen? Die Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen (WMO) hat ihre Archive durchforstet und solche Ereignisse nun offiziell registriert, wie sie am Donnerstag berichtete. Bei dem tödlichsten je registrierten Hagelsturm kamen demnach 1988 in Indien 246 Menschen ums Leben. Die Menschen seien von Hagelkörnern so groß wie Apfelsinen erschlagen worden. Der weltweit fatalste Blitzschlag mit 21 Toten habe sich 1975 im heutigen Simbabwe ereignet.

Bisher hielt die WMO vor allem Temperatur- und Wetterrekorde fest. Sie listet in ihrem neuen Bericht drei weitere Wetterphänomene mit den höchsten Opferzahlen auf: Bei einem Zyklon starben nie so viele Menschen wie 1970 in Bangladesch, damals Ostpakistan: 300.000 kamen durch den „Great Bhola“-Zyklon um. Zyklone werden die tropischen Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifischen Ozean genannt. Der tödlichste Tornado hingegen passierte 1989 ebenfalls in Bangladesch: Er schlug im Distrikt Manikganj eine 1,5 Kilometer breite Schneise der Verwüstung und riss 1300 Menschen in den Tod.

Der Blitzschlag mit den höchsten indirekten Opferzahlen wurde 1994 in Ägypten erfasst. Dort kamen 469 Menschen um. Bei einem schweren Unwetter mit Überschwemmungen setzte ein Blitzeinschlag drei Tanks mit Flugbenzin und Diesel in Brand. Die Tanks hatten auf Schienen gestanden, die durch eine Flutwelle fortgerissen wurden. Die Wassermassen spülten das brennende Benzin in ein Dorf.

„Der Verlust an Leben darf nie aus den Augen verloren werden“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Ziel sei es, aus den Katastrophen mit einer hohen Zahl von Toten zu lernen, um ähnliche Desaster in Zukunft besser verhindern zu können.

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