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Bonner Bombenfund Angeklagter will im Prozess schweigen

Der mutmaßliche Bombenleger vom Bonner Hauptbahnhof hat will zu Prozessbeginn schweigen. Laut Anklage wollte er im Dezember 2012 durch eine selbst gebaute Rohrbombe viele Menschen töten. Die Bombe zündete nicht.
08.09.2014 - 13:32 Uhr Kommentieren

Staatsanwalt: "Lebenslange Freiheitsstrafe"

Düsseldorf Im Prozess um den mutmaßlichen Bombenfund auf den Bonner Hauptbahnhof will der Hauptangeklagte Marco G. seinem Verteidiger zufolge zunächst schweigen. G. werde sich nicht zu den Tatvorwürfen äußern, sagte Anwalt Mutlu Günal am Montag vor Beginn des Prozesses vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Der Auftakt verzögert sich am Morgen: Zuschauer drängen in das massiv gesicherte Gerichtsgebäude, zudem beriet die Kammer einem OLG-Sprecher zufolge noch über einen Befangenheitsantrag.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Moslem-Extremisten vor, am 10. Dezember 2012 gegen 13.00 Uhr eine selbst gebaute Rohrbombe auf dem belebten Bahnsteig 1 des Bahnhofs deponiert zu haben. Der Angeklagte habe dadurch „möglichst viele Menschen töten“ wollen, doch sei der Plan an einem Konstruktionsfehler oder an einem instabilen Zünder gescheitert, hatte die Bundesanwaltschaft erklärt. Der 27-jährige soll zudem mit drei weiteren Männern einen Anschlag auf den Vorsitzenden der rechtsradikalen Partei Pro NRW geplant haben. Dem Anwalt zufolge enthielt die auf dem Bahnhof abgelegte Tasche nur eine Attrappe: „Der Inhalt hätte niemals in die Luft gehen können.“ Bundesanwalt Horst Salzmann sagte dagegen vor Prozessbeginn, es habe sich um keine Attrappe gehandelt.

Die Taten sollen Reaktionen auf Aktionen von Pro NRW im Landtagswahlkampf 2012 gewesen sein. Pro NRW hatte damals unter anderem mit dem Slogan „Freiheit statt Islam“ und Mohammed-Karrikaturen Wähler für sich gewinnen wollen.

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