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Boston-Attentäter US-Zeitschrift zeigt Fotos von Festnahme

Die Festnahme des mutmaßlichen Boston-Bombers verlief hochdramatisch. Schwer verletzt und blutüberströmt stellte sich der junge Mann. Jetzt liefert ein Polizist Fotos - und bekommt Ärger.
20.07.2013 - 12:25 Uhr Kommentieren
Eines der Bildes des Polizisten: Es zeige den mutmaßlichen Boston-Attentäters Dschochar Zarnajew mit einer roten Lasermarkierung eines Scharfschützen auf der Stirn. Quelle: ap

Eines der Bildes des Polizisten: Es zeige den mutmaßlichen Boston-Attentäters Dschochar Zarnajew mit einer roten Lasermarkierung eines Scharfschützen auf der Stirn.

(Foto: ap)

Washington Die US-Zeitschrift „Boston Magazine“ hat nach eigenen Angaben Fotos von der Festnahme des mutmaßlichen Boston-Attentäters Dschochar Zarnajew veröffentlicht. Eines der Bilder zeige den jungen Mann mit einer blutenden Kopfwunde und der roten Lasermarkierung eines Scharfschützen auf der Stirn, schreibt das Magazine online. Die Bilder stammten von einem Polizisten.

Der Beamte habe damit gegen das Titel-Cover der Musik-Zeitschrift „Rolling Stone“ protestieren und „das wahre Gesicht des Terrorismus“ zeigen wollen, hieß es. Doch seine Behörde hat wenig Verständnis für den Alleingang: Laut „Boston Magazine“ wurde er beurlaubt - demnächst werde über seine berufliche Zukunft entschieden.

Das August-Cover von „Rolling Stone“ hatte in den USA eine Welle der Empörung ausgelöst: Es zeigt ein schmeichelndes Bild des mutmaßlichen Boston-Bombers, das ihn nach Ansicht von Kritikern als Rockstar verherrlicht.

„Was für eine Schande, einen Mörder wie einen Rockstar aussehen zu lassen“, schrieben aufgebrachte Leser auf die Facebook-Seite des Magazins. US-Ladenketten kündigten einen Verkaufsboykott der Ausgabe an. Bei dem Bombenanschlag auf den Boston-Marathon Anfang April wurden drei Menschen getötet und über 200 verletzt.

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    „Rolling Stone“ verteidigte sich: „Die Tatsache, dass Dschochar Zarnajew jung und in der selben Altersgruppe wie die meisten unserer Leser ist, macht es für uns umso wichtiger, über die Vielschichtigkeit des Themas zu berichten und ein komplettes Bild zu erhalten, wie eine solche Tragödie geschieht,“ hieß es in einer Erklärung.

    • dpa
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