Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Brand im Grenfell Tower In allen Belangen katastrophal

Nach der Brandkatastrophe in London kommen beunruhigende Details zu Tage. Der Hersteller der Fassadenverkleidung hat offenbar selbst vor Brandgefahr gewarnt. Mittlerweile gelten Dutzende Häuser als gefährdet.
26.06.2017 - 13:30 Uhr Kommentieren

Tausende Menschen evakuiert: 60 Hochhäuser brandgefährdet

London Die Tests hätten nicht schlechter ausfallen können: Den Brandschutz in 60 Hochhäusern haben Experten inzwischen in Großbritannien geprüft. Alle Gebäude sind durch die Bank durchgefallen, darunter sind Häuser in Städten wie Manchester, Plymouth und Portsmouth. Bei Hochhäusern im Londoner Stadtteil Camden waren die Mängel so gravierend, dass alle insgesamt etwa 4000 Bewohner evakuiert werden mussten.

Insgesamt müssen 600 Gebäude auf der Insel überprüft werden. Auslöser ist der verheerende Brand in einem Wohnturm im Londoner Westen. Bei dem Feuer im Grenfell Tower, das vor knapp zwei Wochen durch einen defekten Kühlschrank zustande gekommen ist, sind mindestens 79 Menschen umgekommen. Ermittlern zufolge haben die Gebäudeverkleidung und Isolierung die Sicherheitstests nicht bestanden und offenbar den Brand massiv beschleunigt.

Der Grenfell Tower war in den Jahren 2015 und 2016 saniert worden und hat eine neue Fassade bekommen. Die Ermittler haben daher alle Unternehmen ins Visier genommen, die daran beteiligt waren – darunter ist auch Arconic, der Hersteller der Aluminium-Kunststoffplatten für die Fassadenverkleidung.

So sieht es im Grenfell Tower nach dem Brand aus
Aufzüge
1 von 6

Die Aufzüge im Grenfell Tower sind gänzlich ausgebrannt. In dem Hochhaus in London hatte es vergangen Woche gebrannt. Dutzende Menschen kamen ums Leben.

Von Außen
2 von 6

Vor dem Gebäude türmen sich herabgefallene Stücke des Gebäudes, einige Scheiben sind zersprungen. Lediglich der Schriftzug ist noch intakt.

(Foto: Metropolitan Police)
Größtenteils ausgebrannt
3 von 6

Ein Blick aus der Ferne zeigt: Ein Großteil des Gebäudes wurde Opfer der Flammen. Noch immer suchen Rettungskräfte nach Vermissten. Vermutlich können nicht alle Opfer identifiziert werden.

(Foto: Metropolitan Police)
Trauerbekundungen
4 von 6

An einer Gedenkstätte haben Bürger ein Schild mit der Aufschrift „Gerechtigkeit für Grenfell“ aufgestellt. Viele kritisieren laxe Sicherheitsvorkehrungen in dem Hochhaus.

(Foto: AP)
Komplette Zerstörung
5 von 6

Ein erster Blick ins Innere des Grenfell Towers führt die schreckliche Zerstörung vor Augen. Das Innere des Hochhauses ist komplett ausgebrannt.

(Foto: dpa)
Aufräumarbeiten
6 von 6

Nach dem Großbrand kämpfen sich nun Spezialisten durch die völlig zerstörten Innenräume des Hochhauses im Stadtteil Kensington. Wie lange die Aufräumarbeiten dauern werden, ist noch unklar.

(Foto: Reuters)

E-Mails, die Arconic an Bauunternehmen geschickt habt, die an dem Ausschreibungsverfahren für das Projekt beteiligt waren und die die Nachrichtenagentur Reuters gesehen hat, werfen vor allem eine Frage auf: Warum hat Arconic leicht entflammbare Verbundplatten für die Fassade des Grenfell Towers geliefert, obwohl das Unternehmen selbst vor den damit verbundenen Gefahren gewarnt hatte? In einer Broschüre soll der Hersteller angegeben haben, dass diese Platten eigentlich nur für Gebäude bis zu einer Höhe von 10 Metern geeignet seien. Der Grenfell Tower ist mehr als sechs Mal so hoch.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Auf Anfrage von Reuters erklärte das Unternehmen: Man habe es nicht als seine Aufgabe angesehen zu entscheiden, was mit den örtlichen Bauvorgaben konform sei. „Wir veröffentlichen grundsätzliche Nutzungsrichtlinien, doch die Regulierungsvorschriften variieren von Land zu Land und müssen von den Experten vor Ort bestimmt werden.“

    Wenig Verständnis in ärmeren Vierteln
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Brand im Grenfell Tower - In allen Belangen katastrophal
    0 Kommentare zu "Brand im Grenfell Tower: In allen Belangen katastrophal"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%