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Britischer Geheimdienst Chaplin war „progressiv“, aber kein Kommunist

War Charlie Chaplin ein gefährlicher Kommunist? Der Britischer Geheimdienst befasste sich Anfang der 1950er Jahre mit dieser Frage. Auftraggeber waren die USA, die Chaplin zeitweise nicht einreisen ließen.
17.02.2012 - 14:59 Uhr 1 Kommentar
Stummfilm-Legende Charlie Chaplin im Film „Rampenlicht“. Quelle: dpa

Stummfilm-Legende Charlie Chaplin im Film „Rampenlicht“.

(Foto: dpa)

London Der Stummfilmstar Charlie Chaplin ist nach Einschätzung des britischen Geheimdienstes „radikal“ und „progressiv“ gewesen, aber nicht im politischen Sinne „gefährlich“. Zu diesem Ergebnis kam der Auslandsgeheimdienst 1958 nach Ermittlungen zu den angeblichen kommunistischen Überzeugungen des Schauspielers, wie Akten des MI5 zeigen. Der Geheimdienst war sechs Jahre zuvor von der US-Botschaft in London mit den Recherchen beauftragt worden, da sie Chaplin verdächtigte, eine geheime Spende an die Kommunistische Partei in den USA gemacht zu haben.

1953 wurde ihm nach einem Auftritt in London deswegen sogar die Rückkehr in die USA verweigert, die unter Präsident Joseph McCarthy eine Ära intensivsten Antikommunismus' erlebten. Der britische Geheimdienst fand jedoch bei seinen Recherchen keinerlei Beleg für die angebliche Gefährlichkeit Chaplins.

Ebensowenig fand der MI5 aber die Geburtsurkunde des als Charles Spencer geborenen Stars. Es wird angenommen, dass Chaplin 1889 in London geboren wurde. 1910 wanderte er in die USA aus. Es sei „seltsam“, dass es keine Spur von der Geburtsurkunde gebe, sagte damals MI5-Vertreter John Marriott. „Aber ich denke, das hat für Sicherheitsfragen keine große Bedeutung.“

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    • afp
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    1 Kommentar zu "Britischer Geheimdienst: Chaplin war „progressiv“, aber kein Kommunist"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "die unter Präsident Joseph McCarthy eine Ära intensivsten Antikommunismus' erlebten"

      Präsident McCarthy? Muss ich ir jetzt ernsthafte Gedanken übe die Qualität des Handelsblattes machen?

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