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„Costa Concordia“ Angehörige Trauern um Opfer und Vermisste

Einen Monat nach dem Schiffsunglück der „Costa Concordia“ sind auf der Insel Giglio die Angehörigen der noch 15 Vermissten zum Gedenken zusammengekommen. Für die 17 geborgenen Opfer wurde eine Messe vorbereitet.
13.02.2012 - 17:11 Uhr Kommentieren
Die „Costa Concordia“ war am 13. Januar vor der Insel Giglio gekentert. Quelle: Reuters

Die „Costa Concordia“ war am 13. Januar vor der Insel Giglio gekentert.

(Foto: Reuters)

Giglio/Rom Weiße Rosen und farbige Gerbera für die 15 Vermissten der „Costa Concordia“: Einen Monat nach dem Schiffsunglück haben Familienangehörige der verschollenen Passagiere und Crewmitglieder mit sieben Blumensträußen gedacht. Sie fuhren mit einem Boot an das gekenterte Kreuzfahrtschiff heran und übergaben dem Meer auch mehr als 2000 Facebook-Botschaften von Freunden der noch im Wrack vermissten Menschen - Deutsche, Italiener, Franzosen, Inder und Amerikaner. Die Angehörigen umarmten sich weinend in ihrer Trauer, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. „Heute ist für mich der schlimmste Tag seit der Havarie“, sagte der indische Bruder eines vermissten Bordkellners. Er hatte die Facebook-Nachrichten gesammelt.

Für Montagabend hatten Pfarrer Don Lorenzo Pasquotti und der Bischof von Pitgliano, Guglielmo Borghetti, auf Giglio noch eine Gedenkmesse für die geborgenen 17 Opfer der Havarie vorbereitet. Dafür ist die kleine Madonna von Fatima in die Kirche gebracht worden, die in der Kapelle des Kreuzfahrtschiffes gestanden hatte. Am Vortag hatte es in Rom einen katholischen Trauergottesdienst für Angehörige gegeben.

Die „Costa Concordia“ war am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert.

Unterdessen pumpen Experten das Öl aus den nahezu vollen Öltanks des Schiffes ab. Solange das Meer vor der Insel Giglio ruhig bleibt, sollen die Arbeiten rund um die Uhr laufen, wie der Krisenstab berichtete. Das niederländische Unternehmen Smit hatte am Sonntag mit dieser Arbeit begonnen. Fünf bis zehn Kubikmeter Öl können die Bergungsmannschaften den Angaben zufolge in einer Stunde abpumpen. Demnach könnte bis zum Dienstag der erste Tank mit 400 Kubikmetern Treibstoff geleert sein.

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    Die Vorbereitungen für das Abpumpen liefen seit Wochen, jedoch machte schlechtes Wetter den Bergungsexperten stets einen Strich durch die Rettung.

    Wie Fachleute erklärten, muss das dickflüssige Schweröl erwärmt werden, damit es abgeleitet werden kann. Um ein Vakuum zu vermeiden, werde gleichzeitig Meerwasser in den Tank geleitet. Das Öl werde über eine schwimmende Plattform auf einen Tanker gepumpt und verschifft.

    In den Tanks der „Costa Concordia“ sind den Angaben zufolge 2300 Tonnen Treibstoff - überwiegend umweltschädliches Schweröl. Das Unternehmen Smit nimmt sich als erstes sechs Tanks vor, in denen insgesamt etwa zwei Drittel des Treibstoffs lagern. Das Abpumpen werde bei ruhiger See etwa 28 Tage dauern.

    • dpa
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