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Dachauer Mord „Hass auf die Justiz"

Der Todesschütze von Dachau, der in der vergangenen Woche einen Staatsanwalt erschoss, handelte offenbar aus Hass auf die Justiz. Der Transportunternehmer hatte zuvor zahlreiche Prozesse vor Gericht verloren.  
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Ein Absperrband der Polizei vor dem Gebäude des Amtsgerichts in Dachau (Oberbayern). Quelle: dpa

Ein Absperrband der Polizei vor dem Gebäude des Amtsgerichts in Dachau (Oberbayern).

(Foto: dpa)

München Hass auf die bayerische Justiz ist offenbar das Motiv für den Todesschützen von Dachau gewesen. Der 54-jährige Rudolf U. habe gegenüber seinem Anwalt Wilfried Eysell von ständiger Ungerechtigkeit gesprochen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Eysell. Auf Nachfrage wollte Eysell den Bericht am Mittwoch allerdings nicht kommentieren.

Anwalt Eysell sagte dem Zeitungsbericht zufolge, der Transportunternehmer habe geäußert, dass er seit sieben Jahren immer vor Gericht verloren habe. Stets sei alles an ihm hängen geblieben. Zum Ablauf der Tat und der illegal erworbenen Waffe habe Rudolf U. nichts gesagt. Der Mann leide an Herzproblemen und den Folgen eines Schlaganfalls.

Er habe sich über die Haftbedingungen in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim beklagt. „Reue liegt bei ihm nicht vor. Entweder kann er nicht bereuen, oder er ist noch nicht so weit“, zitiert das Blatt den Anwalt.

Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch konnte am Mittwoch keine Angaben zum möglichen Tatmotiv machen. „Mit uns hat er bislang nicht gesprochen“, sagte er über den Beschuldigten. Von Beschwerden über die Haftbedingungen sei ihm nichts bekannt.

  • dapd
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1 Kommentar zu "Dachauer Mord: „Hass auf die Justiz""

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  • Die Zeit kommt... Unbedingt kommt - wenn jemand Hass auf Justiz hat und darüber sich äußert, soll er zur Todesstrafe verurteilt werden. Mit präventiven Zielen.

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