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Das stille Massenverkehrsmittel Die Rolltreppe wird 120 Jahre alt

Leise und zuverlässig verrichtet sie ihren Dienst – ganz ohne Subventionen, Massenunfälle und Umweltverschmutzung. Die Rolltreppe ist summender Alltag und revolutionierte das 20. Jahrhundert. Jetzt wird sie 120.
16.01.2013 - 11:14 Uhr 1 Kommentar
Heute ist eine Rolltreppenfahrt so aufregend wie das Anknipsen des elektrischen Lichts. Quelle: dpa

Heute ist eine Rolltreppenfahrt so aufregend wie das Anknipsen des elektrischen Lichts.

(Foto: dpa)

New York Es gibt ein Massenverkehrsmittel, das jeden Tag Hunderte Millionen Menschen befördert, dabei sicherer als Flugzeug oder Bahn ist und umweltschonender sowieso. Und all das nahezu unbeachtet: Rolltreppen sind die stummen Diener im alltäglichen Millionenverkehr, die aus U-Bahn-Stationen, Kaufhäusern und Flughäfen nicht mehr wegzudenken sind. Und sie sind ein Kulturphänomen. Jetzt wird die „Fahrtreppe“, wie sie offiziell heißt, 120 Jahre alt.

Dabei war die erste Rolltreppe, die am 16. Januar 1893 in New York losratterte, gar keine Treppe. Die 13 Meter lange Bahn, auf der Eisenbahnreisende auf der Cortland Station, nicht weit entfernt vom späteren World Trade Center, ins sechs Meter höhere nächste Stockwerk kamen, war eine glatte Fläche. Damit glich die erste Roll„treppe“ eher einem ebenen Fahrsteig, wie man sie am Flughafen findet, nur eben geneigt. Oder einem Fließband. Genau deshalb beklagten sich Zeitgenossen auch: Hier werde der Mensch zum Stückgut degradiert.

Gut, das Ding war laut, langsam und groß, aber hatte schon alles, was eine moderne Rolltreppe auch hat, inklusive der Treppensegmente und des sich mitbewegenden Handlaufs - auch wenn dessen Holzteile die Gefahr bargen, dass man sich die Finger klemmte. Die meisten Teile sind heute aus Metall und Gummi, aber das Prinzip ist das Gleiche. Und war die erste Rolltreppe noch etwas Besonderes und die zweite gar eine Jahrmarktsattraktion - bald war sie etwas Selbstverständliches.

Heute ist eine Rolltreppenfahrt so aufregend wie das Anknipsen des elektrischen Lichts. In Hongkong gibt es eine, deren Segmente zusammen fast 800 Meter lang sind und die als Nahverkehrsmittel fungiert - morgens in die eine, abends in die andere Richtung. Die längste Rolltreppe der Welt befördert jeden Tag Tausende Moskauer über 126 Meter in die Tiefe an der Station „Siegesplatz“ zur Linie 3. Die kürzeste hingegen ist in Kawasaki in Japan: Gerade fünf Stufen, 83 Zentimeter. Wer etwas geübt ist, könnte das auch springen.

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    1 Kommentar zu "Das stille Massenverkehrsmittel: Die Rolltreppe wird 120 Jahre alt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herzlichen Glückwunsch, liebe Rolltreppe! Und: Dankeschön!
      https://www.youtube.com/watch?v=ZBl1qno0MBs (An entsprechender Stelle einfach 120 denken.)

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