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Dichter Nebel Polnischer Präsident stirbt bei Flugzeugabsturz – Pilot schuld?

Schock für Polen: Präsident Lech Kaczynski ist bei einem Flugzeugabsturz in Russland ums Leben gekommen und mit ihm alle Insassen, auch seine Frau. Ein Pilotenfehler könnte zu dem Unglück geführt haben. Sowohl Polen als auch Russland untersuchen die Katastrophe. Kaczynski war auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten im russischen Katyn.
7 Kommentare
Der polnische Präsident Lech Kaczynski ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Quelle: ap

Der polnische Präsident Lech Kaczynski ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.

(Foto: ap)

HB WARSCHAU/SMOLENSK. Die Maschine des Präsidenten mit 96 Menschen an Bord sei beim Landeanflug auf den russischen Flughafen Smolensk abgestürzt, teilte der Gouverneur der Region am Samstag mit. Von den Insassen habe niemand überlebt. Zum Zeitpunkt des Unglücks lag dichter Nebel über dem Flughafen. Möglicherweise war der Pilot schuld an dem Unglück: Er habe sich Empfehlungen der Fluglotsen widersetzt, sagte der Gouverneur.

An Bord des Flugzeugs waren auch Kaczynskis Frau Maria, der polnische Zentralbankchef Slawomir Skrzypek, Armeechef Franciszek Gagor sowie der stellvertretende Außenminister Andrzej Kremer und andere Politiker. Auch die Solidarnosz-Mitbegründerin Anna Walentynowicz gehörte zu der Reisegruppe. Ihre Entlassung im August 1980 hatte den Streik an der Danziger Leninwerft ausgelöst, der schließlich zur Gründung der ersten freien und unabhängigen Gewerkschaft im damaligen Ostblock führte. Walentynowicz wurde 80 Jahre alt. Kaczynskis Zwillingsbruder Jaroslaw soll nicht im Flugzeug gewesen sein.

Ministerpräsident Donald Tusk sprach vom, „tragischsten Ereignis in der polnischen Nachkriegsgeschichte“. Er rief das Kabinett zu einer Sondersitzung zusammen. Der Ministerpräsident stand in direkter Verbindung mit Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski, der nach der polnischen Verfassung die Amtsgeschäfte des Staatschefs übernommen hat. Komorowski ordnete eine Woche Staatstrauer an. Tusk kündigte an, dass er umgehend an den Unglücksort reisen werde. Auch seine russischer Kollege Wladimir Putin werde sich nach Smolensk begeben, meldete die Agentur RIA.

In Polen selbst löste der Tod des Staatsoberhaupts tiefe Trauer aus. An vielen Orten wurden Gottesdienste und Trauerfeiern veranstaltet. In Warschau legten Bürger Blumen vor dem Präsidentenpalast ab und zündeten Kerzen an. Auf dem Präsidentenpalast wehte die Fahne auf Halbmast.

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7 Kommentare zu "Dichter Nebel: Polnischer Präsident stirbt bei Flugzeugabsturz – Pilot schuld?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • .
    Trösten ist eine Kunst des Herzens.
    .
    Sie besteht oft nur darin,LiEbEVOLL
    zu schweigen und schweigend
    MiTZULEiDEN.
    .
    Mein Gefühl zum Ausdruck....

  • Also, wenn man tawat so liest könnte man denken er kennt keinen normalen Menschen - ich kenne ihn nicht und bin auch heilfroh drum. Adler1 zum Glück auch nicht.
    Einfach widerlich und geschmacklos!

  • Guten Tag,......Es ist schon eine Tragoedie wenn wieder die gesammte Polnische Fuehrung ums Leben kommt. Vor allem wenn mann bedenkt dass mann der Ermordeten 22000 tapferen Soldaten gedenken wollte die damals zwischen Hammer und Amboss sassen. Wieder und wieder kommt die unselige Vergangenheit hoch. Es ist wie ein Fluch. Mein tiefstes beileid.besten Dank

  • ... stimmt, im Namen der vielen weiteren Toten gebietet der Anstand selbstverständlich Trauer.
    Doch die Artikelüberschrift bennent ja diese nicht. Doch K. prollte und wollte doch "Wurzel oder Tod".
    Also gut ist's.

  • Schon mal was von Anstand gehört?

  • ... also ich kenn' keinen, der deshalb nun traurig ist

  • Naja, ein tragisches Ereignis aber kein tragischer Verlust weder für Polen noch für die Menscheit. Den gibt es ja sowieso im Doppelpack!