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Die „Tube“ steht still Streik legt Londons U-Bahn lahm

Wer kann, macht in London rechtzeitig Feierabend, um es noch problemlos nach Hause zu schaffen. Denn am Abend beginnt ein Streik bei der U-Bahn - und ohne die geht in der Millionenstadt wenig.
05.08.2015 - 17:03 Uhr Kommentieren
Bereits im Juli hatte der Streik der Verkehrsgesellschaft zu einem Verkehrschaos geführt. Quelle: dpa
U-Bahn-Streik

Bereits im Juli hatte der Streik der Verkehrsgesellschaft zu einem Verkehrschaos geführt.

(Foto: dpa)

London Zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Wochen müssen Londoner und Touristen wegen eines Streiks ohne U-Bahn auskommen. Von Mittwochabend bis Freitagfrüh bleiben alle 270 Stationen der „Tube“ geschlossen. Zehntausende sind gezwungen, aufs Auto, Busse oder Fahrräder auszuweichen, um zur Arbeit zu kommen - besonders in der Rushhour müssen sich Pendler und Touristen auf Staus und lange Schlangen an den Bushaltestellen einstellen.

Grund für den Streik ist ein Tarifkonflikt, der sich um die Einführung des Nachtverkehrs am Wochenende dreht. Auf fünf von elf U-Bahn-Linien will die Verkehrsgesellschaft Transport for London (TfL) ab dem 12. September Nachtzüge einsetzen.

Bislang fahren in London nachts nur Busse. Die vier großen Tube-Gewerkschaften sind zwar nicht grundsätzlich gegen den Nachtverkehr, jedoch wollen sie die Einführung verschieben, um mehr Zeit für Tarifverhandlungen zu haben. Neben der Bezahlung geht es ihnen unter anderem darum, die Anzahl der Nachtschichten pro Mitarbeiter festzulegen.

Londons Bürgermeister Boris Johnson reagierte mit Unverständnis auf den Streik. Das aktuelle Angebot der TfL sei „unglaublich großzügig“, sagte er der BBC am Mittwoch. „Ich werde kein weiteres Geld für die Mitarbeiter bereitstellen.“

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    Der jüngste Tube-Streik am 9. Juli hatte Chaos in ganz London ausgelöst. Während einige Angestellte daheim blieben und von zu Hause aus arbeiteten, quälten sich andere im Auto durch die verstopften Straßen der Metropole. Die Züge der Stadtbahn Overground waren hoffnungslos überfüllt, trotz zusätzlich eingesetzter Fahrzeuge musste mancher Pendler mehr als eine Stunde auf einen Bus warten.

    Pro Tag legen Londoner und Touristen laut Betreiber rund vier Millionen Fahrten mit der U-Bahn zurück.

    • dpa
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