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Drogenkartell Mexikanischer Bandenchef gefasst

Der neue Bandenchef des mexikanischen Drogenkartells „Los Zetas“ ist von der Polizei festgenommen worden. Der Drogenboss mit dem Spitznamen „Z-40“ ist den Beamten kurz vor der Grenze ins Netz gegangen.
16.07.2013 - 09:56 Uhr Kommentieren

Elitesoldaten schnappen Drogenboss

Mexiko-Stadt Der Chef des Drogenkartells „Los Zetas“, Miguel Ángel Treviño Morales, ist am Montag von der mexikanischen Marine nahe der US-Grenze festgenommen worden.

Der auch als „El Z-40“ bekannte Treviño Morales wurde in den frühen Morgenstunden im Nordosten Mexikos nahe der US-Grenze gestellt, teilte der Sprecher des Sicherheitskabinetts, Eduardo Sánchez, in einer eigens einberufenen Pressekonferenz mit.

Zusammen mit dem 40-jährigen Drogenboss seien in der Stadt Nuevo Laredo im Bundesstaat Tamaulipas zwei andere Bandenmitglieder festgenommen worden. Bei der Operation auf einer Landstraße um 3.45 Uhr Ortszeit seien keine Schüsse gefallen. Auf die Ergreifung von Treviño Morales hatten Mexiko und die USA bis zu fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Nach dem Tod von Heriberto Lazcano bei einem Militäreinsatz im Oktober 2012 hatte Treviño Morales die Führung des brutalen Drogenkartells übernommen. Im Gegensatz zu den Zetas-Gründungsmitgliedern war Treviño Morales kein früherer Militärangehöriger.

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    Treviño Morales wird unter anderem der organisierten Kriminalität, des Totschlags, des Drogenhandels und der Geldwäsche beschuldigt, sagte Sánchez. Die Festnahme ist der erste große Erfolg gegen die organisierte Kriminalität in den sieben Monaten Amtszeit von Präsident Enrique Peña Nieto.

    Die in den 90er Jahren als bewaffneten Arm des berüchtigten Golfkartells gegründeten Los Zetas sind nicht nur im Drogenhandel aktiv, sie erpressen auch Migranten auf deren Weg in die USA. Außerdem verlangen sie Schutzgelder von Kasinos, Restaurants, Hotels und Nachtbars. 2010 trennten sie sich vom Golfkartell und wurden zur selbstständigen Organisation.

    Mittlerweile hat die Bande ihren Einfluss über den gesamten Osten Mexikos bis nach Guatemala und in andere Länder Mittelamerikas ausgedehnt. Los Zetas gelten als eine der blutrünstigen kriminellen Organisationen. Auf das Konto der Zetas gehen Dutzende Morde, unter anderem ein Massaker an 49 Menschen im Mai 2012.

    • dpa
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