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Drogenkrieg in Mexiko Polizei entdeckt Massengrab mit 59 Leichen

Der Drogenkrieg in Mexiko hat ein weiteres trauriges und grausames Kapitel geschrieben. Im Norden ist ein Massengrab mit 59 Leichen gefunden worden. Die Menschen geben Präsident Calderón eine Mitschuld an der Eskalation.
07.04.2011 - 09:55 Uhr Kommentieren

Mexikaner demonstrieren gegen Drogenkriminalität

Mexiko Stadt Die Identitäten der Toten sind bisher nicht bekannt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in dem Bundesstaat Tamaulipas mitteilte. Der Fund sei bei Ermittlungen nach Berichten über die Entführung eines Busses gemacht worden.

Die Sicherheitskräfte hätten auf einer Farm elf mutmaßliche Entführer festgenommen und fünf Geiseln befreit, sagte der Sprecher weiter. Im Anschluss seien die Ermittler auf dem Gelände auf acht Gruben voller Leichen gestoßen. Ob es sich bei den Toten um Passagiere des entführten Busses handelt ist den Angaben zufolge bisher nicht klar.

Der an die USA grenzende mexikanische Bundesstaat Tamaulipas ist besonders schwer von den seit Jahren anhaltenden gewaltsamen Kämpfen rivalisierender Drogenbanden betroffen. In unmittelbarer Nähe des am Mittwoch gefundenen Massengrabes waren erst im vergangenen Sommer die Leichen von 72 erschossenen Migranten gefunden worden.

Vor der Entdeckung des Massengrabs waren bereits mehrere Tausend Menschen sind landesweit zu Protesten gegen die ausufernde Drogenkriminalität auf die Straßen gegangen. Nach Medienberichten forderten die Demonstranten auch den Rücktritt von Präsident Felipe Calderón, dem sie wegen des von ihm angeordneten Armeeeinsatzes gegen die Drogenkartelle eine Mitschuld an der Entwicklung gaben. In den vergangenen knapp fünf Jahren sind in Mexiko mindestens 35.000 Menschen im Kampf der Drogenkartelle gegen die Behörden ums Leben gekommen.

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