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Drogenkrieg Tote bei Schießereien in Rio

Bei zwei Schießereien in Rio de Janeiro sind ein Polizist und zwei mutmaßliche Drogendealer erschossen worden. Die Vorfälle ereigneten sich am Sonntagabend in einem eigentlich als „befriedet“ geltendem Gebiet.
23.06.2014 - 17:10 Uhr Kommentieren
In Rio de Janeiro sind in der Nacht zum Montag bei Schießereien ein Polizist und zwei mutmaßliche Drogendealer getötet worden. Mehrere Beteiligte wurden zudem verletzt. Quelle: dpa

In Rio de Janeiro sind in der Nacht zum Montag bei Schießereien ein Polizist und zwei mutmaßliche Drogendealer getötet worden. Mehrere Beteiligte wurden zudem verletzt.

(Foto: dpa)

Rio de Janeiro Bei Schießereien zwischen mutmaßlichen Drogenhändlern und der Polizei sind in einem Armenviertel (Favela) von Rio de Janeiro drei Menschen getötet worden, darunter ein Polizist. Der 30-jährige Beamte wurde am Sonntagabend von einer Kugel in den Kopf getroffen und erlag am Montag in einem Hospital seinen Verletzungen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtete. Bei den Schießereien im Complexo do Alemão - rund zehn Kilometer vom WM-Stadion Maracanã entfernt - wurden am Sonntag auch zwei mutmaßliche Mitglieder von Drogengangs erschossen. Es gab mehrere Verletzte.

Den Angaben zufolge kam es zweimal zu Schießereien. Der 30-jährige Polizist wurde gegen 19.40 Uhr bei einer Routinekontrolle von der tödlichen Kugel getroffen. Rund zwei Stunden später wollte dann eine Polizeipatrouille Hinweisen nachgehen, wonach Drogendealer einen Mann zusammengeschlagen hatten. Bei der Ankunft am Tatort seien die Polizisten beschossen worden. Bei diesem Schusswechsel starben zwei Männer, die in den Rauschgifthandel verwickelt gewesen sein sollen. Zudem wurden mindestens ein Beamter sowie ein 17-Jähriger nach Medienangaben verletzt.

Der Complexo do Alemão liegt im Norden der Sechseinhalb-Millionen-Metropole Rio und besteht aus über einem Dutzend Siedlungen mit rund 60 000 Einwohnern. Der Komplex gilt eigentlich als „befriedet“. Nach der Besetzung Ende 2010 richtete die Polizei dort eine dauerhafte Wache ein.

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