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El Salvador Schiffbrüchiger bittet um Ruhe

Wenn jemand vierzehn Monate alleine auf hoher See getrieben ist, dann kann der Medienrummel schon nerven: Der 37-jährige Fischer aus San Salvador bittet um Privatsphäre. Später will er über seine Erlebnisse sprechen.
13.02.2014 - 00:25 Uhr Kommentieren
Jose Salvador Alvarenga will erst mal nicht über seine Erlebnisse auf hoher See sprechen. Quelle: Reuters

Jose Salvador Alvarenga will erst mal nicht über seine Erlebnisse auf hoher See sprechen.

(Foto: Reuters)

San Salvador Nach der Rückkehr in seine Heimat El Salvador hat der im Südpazifik gestrandete Fischer José Salvador Alvarenga um Respekt vor seiner Privatsphäre gebeten.

„Sie sollen mich in Ruhe lassen. Ich will keinen Druck von den Medien“, sagte er am Mittwoch in einem von der Zeitung „Prensa Gráfica“ veröffentlichten Video. „Ich brauche Zeit, um mich zu erholen, bevor ich darüber spreche. Jetzt möchte ich Zeit mit meiner Familie verbringen.“

Der Gesundheitszustand des 37-Jährigen sei erstaunlich gut, sagte Gesundheitsministerin María Isabel Rodríguez nach einer Reihe von Untersuchungen. Er leide lediglich unter leichter Blutarmut und sei etwas unternährt.

Zuvor hatten Angehörige sowie Außenminister Jaime Miranda den sichtlich erschöpften Alvarenga am Dienstagabend (Ortszeit) am Flughafen der Hauptstadt San Salvador empfangen.

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    Vor zahlreichen Journalisten drückte der Minister Alvarenga ein Mikrofon in die Hand, doch diesem fehlten die Worte: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, erklärte er nach Medienberichten.

    „Josés Geschichte ist eine Geschichte des Glaubens, aber auch des Überlebenskampfes“, sagte Miranda. Alvarenga war Ende Januar auf dem südpazifischen Ebon-Atoll nahe den Marshallinseln gefunden worden.

    Nach seiner Schilderung war er im Dezember 2012 beim Fischen vor Mexikos Küste hinausgezogen worden und hatte 13 Monate in einem kleinen Boot auf hoher See überlebt. Er hätte somit knapp 11 000 Kilometer zurückgelegt.

    Alvarenga soll nun zunächst einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus von Santa Tecla bleiben. Dort traf er am Mittwoch bereits seine Eltern und seine Tochter, die er nicht mehr gesehen hatte, seitdem er vor etwa 15 Jahren auf Arbeitssuche nach Mexiko ging.

    Sobald er aus der Klinik entlassen wird, will er sich im Haus seiner Familie in Garita Palmera, rund 120 Kilometer westlich von San Salvador, erholen.

    • dpa
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