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„Emmanuelle“ Erotikstar Sylvia Kristel gestorben

Durch ihre Auftritte in Filmen wie „Private Lessons“ oder „Mata Hari“ wurde Sylvia Kristel weltweit bekannt. Nun ist die Niederländerin im Alter von 60 Jahren an Krebs gestorben. Zur Erotik kam sie durch die Liebe.
18.10.2012 - 15:45 Uhr Kommentieren
Sylvia Kristel im Jahr 1975 während der Filmfestspiele in Cannes. Quelle: AFP

Sylvia Kristel im Jahr 1975 während der Filmfestspiele in Cannes.

(Foto: AFP)

Den Haag Sylvia Kristel, Star der Erotikfilmreihe „Emmanuelle“ aus den 70er Jahren, ist tot. Die Schauspielerin erlag im Alter von 60 Jahren einem langen Krebsleiden, wie ihre Agentur Features Creative Management am Donnerstag mitteilte. Sie starb am Mittwochabend im Schlaf.

Die Niederländerin war Model, bevor sie mit dem ersten „Emmanuelle“-Film 1974 als Erotikdarstellerin weltweit bekannt wurde. Es folgten eine Reihe von Fortsetzungen sowie Auftritte in Hollywoodfilmen wie der Sexkomödie „Private Lessons“ aus dem Jahr 1981, in „Lady Chatterley's Lover“ oder „Mata Hari“. Insgesamt wirkte sie in mehr als 50 Produktionen mit. Für ihre Inszenierung des Kurzfilms „Topor et Moi“ wurde sie 2006 beim Tribeca Film Festival mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

In ihrer Zeit in Hollywood versank sie in einer Welt des Alkohols und der Drogen. „Ich wünschte, ich hätte diesen Teil meines Lebens überspringen können“, gestand sie 2005 in einem Interview der niederländischen Tageszeitung „De Volkskrant“.

Der Film „Emmanuelle“ unter der Regie des Franzosen Just Jeackin, der ihr den Durchbruch brachte, handelt von den sexuellen Abenteuern eines Mannes und seiner schönen jungen Frau in Thailand. „Die Liebe bestimmte, was ich tat“, sagte sie in dem Interview. Ihr früherer Partner, der belgische Autor Hugo Claus, habe sie zu der Rolle überredet. „Er sagte, 'Thailand, das ist schön, wir waren noch nie dort, und der Film wird sowieso nie in den Niederlanden gezeigt, also wirst du deiner Mutter keine Schande machen'“, erinnerte sie sich. „Am Ende haben ihn weltweit 350 Millionen Menschen gesehen.“

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    „Emanuelle“-Regisseur Jaeckin sagte, er habe damals sofort gewusst, dass Kristel für die Rolle bestimmt sei. „Als ich ihr Gesicht sah, war ich wie vom Donner gerührt.“ Sie seien in Kontakt geblieben und hätten alle paar Monate telefoniert. „Ich bin sehr traurig. Sie war wie eine kleine Schwester“, sagte er.

    Kristel hinterlässt ihren Lebensgefährten Peter Brul und einen Sohn, Arthur Kristel, aus der Beziehung mit Claus. Sie soll in privatem Rahmen beigesetzt werden. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

    • dapd
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