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Essener Spielemesse Wer besser pfuscht, gewinnt

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Kooperative Spiele sind im Trend

Ein Gefühl von großer Spielefamilie weht bis Sonntag auch durch die Essener Messehallen. Allerdings ist die Leistungsschau längst international geworden und zieht viele Tausend Fans an: Rund 150.000 Spielbegeisterte werden erwartet bei über 800 Ausstellern großer und kleiner Spielemacher aus vielen Nationen. „Man kennt sich einfach“, sagt Messeveranstalterin Dominique Metzler ein wenig stolz - auch wenn der Spielemarkt den deutschen Spieleherstellern dreistellige Millionen-Umsätze beschert.

Schon als Schülerin war Metzler dabei, als die Messe vor dreißig Jahren zum ersten Mal stattfand. Sie verkaufte am Eingang Eintrittskarten für damals noch eine Mark. Als überschaubarer Treff für Spielfreunde begann die Geschichte der „Spiel“, mit einem Ansturm von 5000 Spielbegeisterten und großem Medienecho hatte damals niemand gerechnet. Spieleverleger Friedhelm Merz und Rosemarie Geu, Mutter von Dominique Metzler, konnten erleben, wie die Messe Jahr für Jahr wuchs.

Heute lobt der Branchenverband der Fachgruppe Spiel die Messe als Plattform für eine zunehmend internationalisierte Spielewelt. Eine Welt, in der das deutsche Brettspiel immer noch den Ton angibt: „Es ist ein Exportschlager“, sagt der Vorsitzende der Fachgruppe Hermann Hutter.

Die Bandbreite der Neuheiten ist weit gefächert, erläutert die Veranstalterin: Vom digital aufgepeppten Klassiker über das actionreiche Würfelspiel bis zum fantasievollen Ausflug per Strategiespiel in fremde Welten. Ein besonderer Trend sind in diesem Jahr kooperative Spiele, bei denen es nicht ums Gegeneinander geht, sondern die Mitspieler nur gemeinsam siegen können.

Und manchmal ist sogar Mogeln Teil der Regeln: „Das machen Kinder doch am liebsten!“, sagt Preisträgerin Emely Brand und mischt die Karten neu.

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  • dpa
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