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Essener Spielemesse Wer besser pfuscht, gewinnt

Es wird gewürfelt, gefeilscht und übers Ohr gehauen: Bei den internationalen Spieltagen in Essen trifft sich wieder die große Familie der Spielefans. Preisgekrönt wurden zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren.
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Bunte Würfel des Gesellschaftsspiels „Endzeit“. Quelle: dpa

Bunte Würfel des Gesellschaftsspiels „Endzeit“.

(Foto: dpa)

EssenAm ersten Stand auf der Neuheitenshow der internationalen Spieltage in Essen wird gemogelt, was das Zeug hält. Emely (10) und Lukas Brand (12) lassen Spielkarten im Ärmel verschwinden, bezichtigen sich gegenseitig des Schummelns und gucken dabei betont unschuldig. Das geschickte Falschspiel gehört zum Regelwerk des hier präsentierten Kartenspiels „Mogel Motte“.

Für ihre Spielidee haben die beiden Geschwister als wohl jüngste Preisträger den Deutschen Spielepreis 2012 abgesahnt, in der Kategorie „Bestes Kinderspiel“. Muss wohl in der Familie liegen, denn am Stand nebenan präsentieren sich ihre Eltern als Preisträger für das beste Familien- und Erwachsenenspiel: Das Autoren-Ehepaar Inka und Markus Brand ist schon jahrelang im Spielegeschäft und hat bereits 45 Spiele veröffentlicht. Der Deutsche Spiele-Preis macht sie stolz. Noch stolzer sind sie aber, dass der Nachwuchs in ihre Fußstapfen tritt.

Das erste Date der beiden Spieleerfinder war ein Spieleabend, sagt Markus Brand. Gespielt wird in der Familie in jeder freien Minute, berichtet Sohn Lukas. Eines Abends brüteten die Kinder im Kinderzimmer über dem Konzept für ihr Erstlingswerk.

Schon zwei Stunden später war das Spiel - vorläufig auf Hunderten kleinen, gelben Klebezetteln - entwickelt. Markus Brand: „In deutschen Kinderzimmern schlummern bestimmt viele Spielideen. Wir haben das Potenzial der Idee gleich erkannt.“ Spiele erfinden ist für die Brands eben eine echte Familiensache.

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