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Ex-IWF-Chef Gericht hebt Strauss-Kahns Interview-Verbot auf

Ein Pariser Berufungsgericht hob das Verbot auf, nach dem sich Dominique Strauss-Kahn nicht öffentlich zu der Callgirl-Affäre äußern durfte, wegen der derzeit gegen ihn ermittelt wird. Das Kontaktverbot bleibt.
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Dominique Strauss-Kahn, ehemals IWF-Chef und potentieller französischer Präsidentschaftskandidat. Quelle: AFP

Dominique Strauss-Kahn, ehemals IWF-Chef und potentieller französischer Präsidentschaftskandidat.

(Foto: AFP)

ParisDer frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn darf sich nun doch in Interviews zu der Callgirl-Affäre äußern, in der gegen den 63-Jährigen ermittelt wird. Ein Berufungsgericht im nordfranzösischen Douai hob am Mittwochabend das Verbot auf, sich in den Medien zu äußern, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. „Wir sind sehr zufrieden, dass diese Verletzung der Grundrechte aufgehoben wurde“, sagte Strauss-Kahns Anwältin Frédérique Baulieu. Auch in anderen Punkte werde die Justiz ihre Einschätzung revidieren.

Ein Gericht in Lille hatte Ende März ein Ermittlungsverfahren gegen Strauss-Kahn wegen organisierter Zuhälterei eröffnet. Dabei geht es um Sex-Partys in Washington, Brüssel und Paris, an denen der frühere Hoffnungsträger der Sozialisten teilgenommen hatte. Strauss-Kahn gibt an, er habe nicht gewusst, dass es sich bei den Teilnehmerinnen um Prostituierte handelte.

Vergangene Woche legte „DSK“ gegen die Auflagen im Rahmen des Ermittlungsverfahrens Berufung ein, die ihm Kontakt mit anderen Verdächtigen und Zeugen sowie Interviews verboten. Das Kontaktverbot gilt weiterhin. Strauss-Kahn musste vor einem Jahr als IWF-Chef zurücktreten, nachdem er in den USA wegen des Vergewaltigungsvorwurfs eines Zimmermädchens festgenommen worden war.

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