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Fall Dennis Gericht erhebt Anklage wegen Dreifachmordes

Viele Jahre tappen Fahnder im Mordfall Dennis im Dunkeln. Erst im April 2011 gelingt der Durchbruch und die Ermittler nehmen einen Verdächtigen fest. Nun erhebt das Gericht in Stade Anklage - wegen Dreifachmordes.
20.07.2011 - 11:08 Uhr Kommentieren
Ein Polizeikommissar beseitigt im September 2001 das letzte Absperrband am Fundort des getöteten Dennis K. Quelle: dpa

Ein Polizeikommissar beseitigt im September 2001 das letzte Absperrband am Fundort des getöteten Dennis K.

(Foto: dpa)

Stade Gegen den mutmaßlichen Mörder des neunjährigen Dennis K. und zweier weiterer Jungen ist Anklage erhoben worden. Dem 40-jährigen Mann wird dreifacher Mord und sexueller Missbrauch in 20 Fällen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Stade am Mittwoch mitteilte. Die Anklage sei bereits am vergangenen Freitag erhoben worden. Wie jetzt bekannt wurde, soll der 40-Jährige alle drei Jungen erwürgt haben.

Dem 40-jährigen Martin N. wird vorgeworfen, im September 2001 den damals neunjährigen Dennis aus einem Schullandheim in Wulsbüttel entführt und getötet zu haben. Der als Serientäter „Schwarzer Mann“ identifizierte und Mitte April festgenommene ehemalige Betreuer hat gestanden, den Jungen aus Osterholz-Scharmbeck sowie 1992 den damals 13-jährigen Stefan J. und 1995 den achtjährigen Dennis R. ermordet zu haben.

Außerdem gab er den Angaben zufolge insgesamt rund 40 Fälle von sexuellem Missbrauch zu. Davon könnten aber nur 20 angeklagt werden, weil die übrigen Fälle verjährt seien. Ein Gutachter soll die Frage der Schuldfähigkeit des in Untersuchungshaft sitzenden 40-Jährigen klären. Zunächst steht aber die Entscheidung des Landgerichts Stade über die Eröffnung des Hauptverfahrens an.

In allen drei Fällen soll Martin N. als sogenannter Maskenmann seine Opfer erwürgt haben. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der 40-Jährige Dennis K. bereits im Schullandheim getötet. Stefan J. habe er unmittelbar nach dem Missbrauch getötet, sagte Staatsanwalt Kai Thomas Breas. Mit Dennis R. hingegen habe er 1995, nachdem er ihn aus dem Zeltlager entführt hatte, einige Tage zusammen verbracht.

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    Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeschuldigten Heimtücke und niedrige Beweggründe vor. Darüber hinaus geht die Anklagebehörde davon aus, dass er die Kinder tötete, um die Sexualstraftaten zu verdecken. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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