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FBI-Studie Mehr als doppelt so viele Amokläufe in den USA

Laut einer FBI-Studie ist die Zahl der Amokläufe in den Vereinigten Staaten deutlich gestiegen – im Durchschnitt auf 16,4 Amokläufe pro Jahr. Das FBI warnt vor der Gefahr durch Nachahmungstäter.
25.09.2014 Update: 25.09.2014 - 20:05 Uhr Kommentieren
Anteilnahme: Im Dezember 2012 wurden in einer Schule in Newtown 20 Schüler und sechs Erwachsene getötet. Quelle: dapd

Anteilnahme: Im Dezember 2012 wurden in einer Schule in Newtown 20 Schüler und sechs Erwachsene getötet.

(Foto: dapd)

Washington In den USA hat sich die Zahl der Amokläufe nach Behördenangaben in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Zwischen 2007 und 2013 habe es im Schnitt 16,4 Situationen pro Jahr gegeben, in denen ein oder mehrere Täter in der Öffentlichkeit auf Menschen schossen, um sie zu töten, teilte die Bundespolizei FBI am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit. In den sieben Jahren davor seien es lediglich 6,4 derartige Vorfälle pro Jahr gewesen. Nicht beachtet wurden klassische Kriminalfälle wie Morde oder etwa Schießereien unter Bandenmitgliedern.

Insgesamt dokumentiert das FBI in der umfassenden Studie 160 Fälle in den Jahren 2000 bis 2013. Dabei handelt es sich um Situationen, in denen die Polizei noch während des Vorfalls zum Tatort gerufen wurde und die Möglichkeit gehabt hätte, einen Amoklauf zu stoppen. Dazu zählt zum Beispiel der Fall, als ein Mann in einem Kinosaal in Aurora (Colorado) um sich schoss, oder die Tötung zahlreicher Kinder in der Sandy Hook Grundschule in Newton (Massachusetts) im Jahr 2012.

Der Untersuchung zufolge starben bei solchen Taten 486 Menschen. 557 wurden verletzt. Mit Abstand die meisten Amokläufe ereigneten sich an Arbeitsplätzen. Fast 40 Vorfälle wurden in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten gezählt. Zudem ergab die Untersuchung, dass lediglich 6 der 160 Vorfälle auf weibliche Schützen zurückzuführen sind. Zu den Gründen, warum die Anzahl der Amokläufe in den vergangenen Jahren derartig angestiegen ist, machte das FBI keine Angaben.

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