Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Femen-Protest vor Prozess Strauss-Kahn weist alle Zuhälterei-Vorwürfe zurück

Seite 2 von 2:
„Ich habe kein Verbrechen begangen“

Nackter Protest gegen Strauss-Kahn

Bereits vor seiner ersten ausführlichen Befragung zu den Vorwürfen in dem Prozess hatte „DSK“, wie Strauss-Kahn in Frankreich kurz genannt wird, klargestellt: „Ich habe weder ein Verbrechen noch ein Vergehen begangen.“ Das schrieb der 65-Jährige in einem Brief, der am Dienstag vor Gericht verlesen wurde.

Schon zuvor hatte die Verteidigung von „DSK“ den Vorwurf erhoben, es gehe in dem Verfahren gegen den Ex-Spitzenpolitiker, der vor wenigen Jahren als aussichtsreichster Anwärter auf das Präsidentenamt in Frankreich galt, nicht um Recht, sondern um Moral. Die Staatsanwaltschaft hatte für eine Einstellung des Verfahrens gegen Strauss-Kahn plädiert, die Untersuchungsrichter hatten sich aber darüber hinweggesetzt und Anklage erhoben.

Eine gewisse Unterstützung erhielt Strauss-Kahn durch die Aussage einer früheren Prostituierten. Bei einem Treffen mit „DSK“ seien Geld oder ihr Beruf als Prostituierte nicht erwähnt worden, sagte die Frau namens Mounia aus. Sie erhob zugleich aber schwere Vorwürfe gegen Strauss-Kahn. Unter Tränen berichtete sie über einen der Abende in einem schicken Pariser Hotel mit Strauss-Kahn. Sie sei zu brutalen Sexpraktiken gezwungen worden: „Ich habe geweint, ich hatte Schmerzen.“ Sie habe aber weitergemacht, weil sie das Geld brauchte.

Für Aufregung hatte am Morgen eine Protestaktion barbusiger Feministinnen vor dem Gericht gesorgt. Drei Femen-Aktivistinnen stürzten sich auf die Limousine, in der Strauss-Kahn saß. Eine der halbnackten Frauen kletterte sogar auf die Motorhaube, bevor sie von Polizisten überwältigt werden konnte. Die Aktivistinnen hatten mit schwarzer Farbe „Zuhälter-Kunden schuldig sprechen“ auf ihre nackten Oberkörper geschrieben.

  • afp
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Femen-Protest vor Prozess - Strauss-Kahn weist alle Zuhälterei-Vorwürfe zurück

0 Kommentare zu "Femen-Protest vor Prozess: Strauss-Kahn weist alle Zuhälterei-Vorwürfe zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote