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Festnahmen Fast 100 Deutsche randalieren in Polen

Deutsche Autonome und polnische Skinheads hinterlassen bei Demonstrationen in Warschau eine Spur der Zerstörung. Dutzende Deutsche werden festgenommen. Die polnische Führung erwägt verschärfte Regeln für Demonstranten.
Update: 13.11.2011 - 18:40 Uhr Kommentieren
Randalierer beim polnischen Unabhängigkeitstag in Warschau. Quelle: dpa

Randalierer beim polnischen Unabhängigkeitstag in Warschau.

(Foto: dpa)

WarschauBei schweren Krawallen am polnischen Unabhängigkeitstag hat die Polizei in Warschau auch 92 deutsche Demonstranten aus der links-autonomen Szene festgenommen. Das Warschauer Bezirksgericht ließ am Sonntag 41 von ihnen wegen Mangels an Beweisen wieder frei. Auch die meisten übrigen sollten bis zum Sonntagabend wieder freikommen.

Bei den Zusammenstößen von Polizei und rechtsnationalen Demonstranten sowie Teilnehmern einer linken Gegendemonstration waren am Freitag insgesamt 210 Menschen festgenommen worden. Ministerpräsident Donald Tusk sprach sich als Konsequenz aus den Krawallen für ein Vermummungsverbot aus.

Zwei Polen wurden wegen Angriffs auf Polizisten zu jeweils drei Monaten Haft verurteilt. Bis Sonntagnachmittag erhob die Staatsanwaltschaft in 46 Fällen Anklage. Die meisten von ihnen sollen im Dezember vor Gericht verhandelt werden.

Ein Vertreter deutscher antifaschistischer Organisationen wies am Sonntag die Darstellung zurück, die deutschen Demonstranten seien mitverantwortlich für die Eskalation der Ereignisse. Die deutsche Gruppe sei seit dem Grenzübertritt von den polnischen Sicherheitsbehörden beobachtet worden, zitierte die polnische Nachrichtenagentur PAP einen Sprecher der Gruppe. Die Deutschen seien bereits in den Mittagstunden festgenommen
worden. Die Ausschreitungen und Krawalle hätten aber erst am Nachmittag begonnen.

Der nationalkonservative Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski verglich die deutschen Gewalttäter mit „dem Typ Deutscher, die das System schufen, das es Adolf Hitler erlaubte, schreckliche Verbrechen zu begehen“. Polen seien dafür attackiert worden, dass sie am Tag der Unabhängigkeit ihres Staates nationale Symbole trugen.

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