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Finanzskandal Die Schwester des spanischen Königs vor Gericht

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Zahlreiche Reformen im Königshaus
Wie Europas Monarchen Weihnachten feiern
Großbritannien I
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Die Queen (89) hat mehrere Wohnsitze. Weihnachten feiert sie aber immer am selben Ort: am Landsitz Sandringham im englischen Norfolk. Den hat sie besonders gern. Normalerweise bleibt Elizabeth II. dort gleich bis Februar. Am Weihnachtstag, dem 25. Dezember, besucht sie mit ihren Angehörigen eine Kirche in der Nähe, St. Mary Magdalene. Praktisch, dass Prinz William (33) und Kate (33) mit George (2) und Charlotte, die im Mai nächsten Jahres ein Jahr alt wird, es nicht weit haben: Die beiden wohnen im Landhaus Anmer Hall, das zu Sandringham gehört.

(Foto: Reuters)
Großbritannien II
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William rechnet mit turbulenten Feiertagen: „Wenn ich an Heiligabend überhaupt Schlaf bekomme, ist das gut, denn George wird wie ein Hase herumhüpfen.“ Es werde wohl eine Herausforderung, sagte William kürzlich dem Obdachlosenmagazin „The Big Issue“. „Aber ich freue mich drauf.“ Mit einer eigenen Familie sei Weihnachten eine ganz neue Erfahrung. Ohne die jährliche Weihnachtsansprache ihrer Königin würde den Briten etwas fehlen. Die Ansprache wird in alle Commonwealth-Länder übertragen. George V., Großvater der heutigen Monarchin, führte die Tradition 1932 ein.

(Foto: ap)
Spanien
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König Felipe VI. (47) wird in den Tagen vor Weihnachten damit beschäftigt sein, seine Ansprache vorzubereiten, die an Heiligabend im Fernsehen ausgestrahlt wird. Ansonsten stünden während der Feiertage keine offiziellen Termine an, sagte ein Sprecher des Königshauses. Es sei anzunehmen, dass der König Weihnachten ähnlich feiern werde wie in den vergangenen Jahren. Felipe verbringe die Feiertage normalerweise in Madrid im Familienkreise zusammen mit Königin Letizia (43) sowie den Töchtern Leonor (10) und Sofía (8). Es könne auch sein, dass das Königspaar eine Theatervorstellung oder ein Konzert besuche oder mit den Kindern einen kleineren Ausflug unternehme.

(Foto: dpa)
Belgien
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Die Feiertage verbringt der belgische König Philippe ganz im Sinne alter Traditionen: Am 24. Dezember richtet der Monarch Weihnachtsgrüße aus seinem Büro im Schloss Laeken in Brüssel direkt an sein Volk. Die Ansprache wird dann um Punkt 13.00 Uhr im Radio und auch live im Fernsehen übertragen. Danach beginnt jedoch auch für den 55-jährigen Familienvater der gemütliche Teil des Tages: Wie in jedem Jahr wird er mit seiner Frau Mathilde (42) und den vier Kindern ganz privat im Schloss feiern. Auch seine Eltern, der abgedankte König Albert II. (81) und Königin Paola (78) werden wohl dabei sein, sagte ein Sprecher des Palastes. Am Abend werden dann belgische Köstlichkeiten aufgetischt. Das könnte von gefüllter Pute bis zum Schoko-Weihnachtskuchen reichen. Geschenke wird es beim König jedoch nicht geben - in Belgien werden diese für gewöhnlich bereits am Nikolaustag verteilt.

(Foto: AFP)
Dänemark I
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Dänemarks Königin Margrethe II. (75) und ihr Mann Prinz Henrik (81) müssen Weihnachten in diesem Jahr ohne ihren ältesten Sohn und dessen Familie feiern.

(Foto: dpa)
Dänemark II
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Denn Kronprinz Frederik (47) und seine Familie tauschen den dunklen dänischen Winter gegen das sonnige Australien aus. Kein Wunder, Frederiks Frau Mary (43) ist schließlich Australierin und deshalb gezwungen, einmal um die halbe Welt zu jetten, wenn sie das Fest mit ihrer Familie verbringen will. Ihre vier Kinder nimmt das Kronprinzenpaar natürlich mit. Ganz alleine muss das Königspaar aber wohl trotzdem nicht um den Weihnachtsbaum tanzen, wie es in Dänemark Tradition ist.

(Foto: dpa)
Dänemark III
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Ihr zweiter Sohn Prinz Joachim (46) kommt mit Frau Marie und den beiden gemeinsamen Kindern, um mit Margrethe und Henrik am Weihnachtsabend Milchreis und Plumpudding zu naschen.

(Foto: ap)

Die Spanier sind angesichts zahlreicher politischer Korruptionsskandale extrem misstrauisch. Ihre Aversion gegen die seit Jahren regierende Vetternwirtschaft im Land hat bei den Wahlen kurz vor Weihnachten dazu geführt, dass erstmals in 40 Jahren Demokratie zwei neue, unvorbelastete Parteien maßgeblich Stimmen gewonnen haben, die einen Kampf gegen die Korruption versprechen.

Selbst wenn die Infantin in dem Prozess persönlich nicht belangt wird, bleibt der bittere Beigeschmack, dass noch nicht einmal die Familie des Königs sauber ist. Cristinas Mann, dem sie demonstrativ zur Seite steht, wird Geldwäsche, Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Ihm drohen 19,5 Jahre Haft. Urdangarin hat in seiner 22-stündigen Vernehmung die ganze Verantwortung auf seinen Geschäftspartner Diego Torres geschoben. Der wiederum hat in Interviews mehrfach erklärt, dass das Königsaus über die Aktivitäten der Stiftung Nóos auf dem Laufenden war und sie beaufsichtigt hat.

Um seinem Versprechen nach mehr Transparenz und Ehrlichkeit nachzukommen, hat Felipe seiner Schwester den Titel Herzogin von Palma aberkannt und sie aus der „königlichen Familie“ ausgeschlossen – Cristina ist jetzt nur noch Teil der Familie des Königs. Das Verhältnis wurde seit den ersten Anzeichen für illegale Geschäfte im Jahr 2011 immer distanzierter. Cristina und ihr Mann sind an Weihnachten nicht mehr im königlichen Schloss willkommen, 2013 sind sie mit ihren vier Kindern nach Genf ins Exil gezogen.

Felipe hat sein Amt im Juni 2014 auf dem Tiefpunkt der Krise der Monarchie übernommen. Nach dem Ausbruch des Skandals um Cristina sowie wegen des Fehltritts von Felipes Vater, dem damaligen König Juan Carlos I, der sich etwa 2012 mitten in der spanischen Wirtschaftskrise zu einer teuren Elefanten-Safari nach Botswana aufgemacht hatte, haderten die Spanier mit der Krone.

Felipe hat den Ruf mit zahlreihen Reformen wieder hergestellt: Er kürzte sich sein Gehalt, verbot seiner Familie und allen Mitarbeitern der Krone Nebeneinnahmen, die Annahme von Geschenken sowie Geschäfte mit der Privatwirtschaft. Die Spanier begrüßten den neuen Geist – in Umfragen stieg das nach Ansehen des Königshauses deutlich, vom Ende der spanischen Monarchie ist keine Rede mehr.

Der heute beginnende Betrugsprozess auf Mallorca ist Gift für dieses Vertrauen. Neben der Infantin und ihrem Mann sitzen 16 weitere Angeklagte auf der Bank, darunter zahlreiche Politiker, die die Aufträge vergeben haben. Dutzende Medien haben sich für den Prozess akkreditiert, 50 Beamte einer Spezialeinheit sichern die Gegend rund um den Gerichtssaal. Mit einem Urteil wird im Juni dieses Jahres gerechnet.

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