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Flugzeug in Kolumbien abgestürzt Zwei Tote bei Dreharbeiten für neuen Tom-Cruise-Film

Bei einem Flugzeugabsturz am Rande von Dreharbeiten zum neuen Tom-Cruise-Film in Kolumbien sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Damit sterben bereits zum zweiten Mal Piloten bei einem Cruise-Film.
13.09.2015 - 10:17 Uhr
Das Wrack der zweimotorigen Smith Aerostar 600 nahe San Pedro de los Milagros in Kolumbien. Quelle: dpa
Flugzeugabsturz von Filmteam in den Anden

Das Wrack der zweimotorigen Smith Aerostar 600 nahe San Pedro de los Milagros in Kolumbien.

(Foto: dpa)

Bogotá Tom Cruise scheint Glück im Unglück gehabt zu haben. Nur wenige Minuten vor dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit Mitgliedern seines Filmteams war er in einem Hubschrauber dieselbe als gefährlich geltende Route über die Anden geflogen. Das zweimotorige Flugzeug mit Mitgliedern des Filmteams stürzte am Freitag auf dem Weg nach Medellín ab, zwei Insassen kamen nach Angaben der kolumbianischen Luftfahrtbehörde zu Tode. Der Pilot überlebte schwer verletzt.

Cruise hatte in den vergangenen Wochen in Kolumbien Szenen für den Film "Mena" über einen US-Piloten gedreht, der im Dienst des legendär-berüchtigten Drogenbosses Pablo Escobar stand.

Das Unglück ereignete sich in der Region Antioquia in bergigem Gebiet. Die Dreharbeiten waren gerade abgeschlossen, die beiden Crewmitglieder wollten zum Flughafen der Hauptstadt Medellín zurückfliegen. Zum Zeitpunkt des Starts gab es keine Berichte über schlechtes Wetter.

Allerdings gilt die nur zehnminütige Flugroute als gefährlich. Experten beschreiben sie als Bungee-Sprung oder Achterbahn, für die es einen erfahrenen Piloten braucht, der das Flugzeug schnell vom Meeresspiegel auf eine Höhe von 3000 Meter bringen kann, um über die Anden zu kommen, bevor er dann stark sinken muss, um die steilen Niederungen bei Medellín zu erreichen. Die drei erfahrenen Piloten sollen die Route in den vergangenen Tagen mindestens sechs Mal geflogen sein.

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    "Unsere Herzen und unsere Gebete sind bei den Crew-Mitgliedern und ihren Angehörigen in dieser schweren Zeit", erklärte die US-Produktionsfirma Universal Pictures.

    Für die Dreharbeiten zum Film "Mena" war Hollywoodstar Cruise am 20. August in Kolumbien eingetroffen. Handlungsgrundlage ist das Leben des US-Piloten Barry Seal, der für den im Jahr 1993 von der Polizei getöteten Drogenbaron Escobar arbeitete.

    Der bei dem Absturz ums Leben gekommene US-Amerikaner Alan Purwin war Präsident eines Unternehmens für Luftüberwachungstechnologie. Auf der Webseite seines Unternehmens Helinet Technologies wird er als einer der Top-Film-Piloten seiner Generation beschrieben. Aufgezählt werden Filme wie „Transformers“, „Pearl Harbor“ und „Fluch der Karibik“.
    Damit sterben bereits zum zweiten Mal Piloten, die mit Cruise bei einem Film zusammenarbeiten. Der Stunt-Pilot Art Scholl starb 1985 bei einem Dreh für den Film „Top Gun“.

    • dpa
    • afp
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