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Flut-Katastrophe Bundesbank nimmt nasse Geldscheine zurück

An diese Probleme denken wenige: Auch die Geldautomaten wurden bei der Flut im Juni überschwemmt – nun sichteten Experten der Bundesbank bergeweise verschlammte Scheine. Die Erstattung der Banknoten ist wie ein Puzzle.
26.07.2013 - 10:12 Uhr 1 Kommentar
Wie viele 50er waren das wohl einmal? Im Analysezentrum der Bundesbank ermitteln mindestens zwei Experten, welcher Schaden den Besitzern kaputter Geldscheine ersetzt werden muss. Quelle: dpa

Wie viele 50er waren das wohl einmal? Im Analysezentrum der Bundesbank ermitteln mindestens zwei Experten, welcher Schaden den Besitzern kaputter Geldscheine ersetzt werden muss.

(Foto: dpa)

Mainz/Frankfurt Frank Herzog sitzt vor einem Häuflein Asche. Darin – angeblich – Reste von Geldscheinen im Wert von 150 Euro. Es ist einer der kniffligen Fälle, die bei den Experten im Mainzer Analysezentrum der Deutschen Bundesbank landen. In den vergangenen Wochen hatten es die 13 Fachleute für beschädigtes Bargeld vor allem mit eher feuchter Ware zu tun: Nach dem Hochwasser im Juni im Süden und Osten Deutschlands wurde die Bundesbank mit schlammdurchweichten Banknoten geradezu überschwemmt.

„Die erste große Welle Flutgeld ist abgearbeitet. Die Anträge kamen vor allem von Banken und Firmen“, bilanziert Horst Werner Hofmann, stellvertretender Leiter des Nationalen Analysezentrums. 100.000 schlammdurchweichte Banknoten im Wert von rund drei Millionen Euro habe die Bundesbank inzwischen durch neue Scheine ersetzt. Zum Vergleich: Üblicherweise kommen pro Monat durchschnittlich 70.000 beschädigte Banknoten in Mainz an. Im Jahr 2012 waren es insgesamt 840.000 im Wert von 32 Millionen Euro.

Beschädigtes Bargeld wird von der Notenbank erstattet – sofern zweifelsfrei geklärt ist, dass es echte Euro-Scheine sind. Und das kann mitunter dauern. Mit einem feinen Messer hebt Gutachter Herzog vorsichtig einen millimeterkleinen, verrußten Partikel aus der Asche und legt ihn unter ein Stereomikroskop. Auf einem angeschlossenen Bildschirm sieht der Fachmann sofort: Eindeutig ein Rest eines Fünf-Euro-Scheins. Doch bis das komplette Puzzle zusammengefügt ist - mindestens die Hälfte des Scheins sollte idealerweise noch vorhanden sein – können Wochen oder gar Monate vergehen.

So viel Zeit hatten die Bundesbank-Prüfer im Falle des Geldes aus den Hochwassergebieten nicht. „Es war wichtig, dass wir die Flutgeld-Fälle schnell bearbeiten: Irgendwann fangen die Scheine an zu modern und zu schimmeln“, erklärt Herzogs Kollege Uwe Holz. „Wenn die Scheinbündel komplett nass sind, ist das besser für uns. Sind sie erst einmal getrocknet, sind sie hart wie ein Betonklotz.“

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    Über zwei Männern summt eine überdimensionale Dunstabzugshaube. Darunter auf einem Tisch Bündel tintenverschmierter 50er. Mögliche Giftstoffe in der Farbe sollen schnell abgesogen werden. Vor Kurzem wurden hier verschlammte Scheine aus Mulde und Elbe von Fachleuten in Augenschein genommen. Dieses Geld – durchweicht und zusammengepappt – kam fast ausschließlich aus Sachsen und Sachsen-Anhalt, vor allem aus Grimma, Dresden und Magdeburg. Im sächsischen Grimma etwa konnten die Menschen nur zuschauen, wie ihre Bank volllief, ganze Geldautomaten inklusive wertvoller Füllung versanken in den Wassermassen.

    Auf Nummer sicher: Zwei Kontrolleure zählen
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    1 Kommentar zu "Flut-Katastrophe: Bundesbank nimmt nasse Geldscheine zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Teils sehen die beschädigten Scheine, wie hier die verkohlte Fünf-Euro-Note, schon fast nach einem antiken Fund oder nach bildender Kunst aus".BILD DPA
      Kann der Artikelschreiber von HB nicht mal die Zahl 20 von 5 auf einem Bild unterscheiden. Oder war die Hitze im Büro heute zu stark? Hahaha.....

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