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Forderungen des Geiselnehmers zunächst unklar Häftling nimmt in Dresden Seelsorger als Geisel

In der Justizvollzugsanstalt Dresden hat am Freitag ein Häftling einen Seelsorger als Geisel genommen.

HB DESDEN. Der 38 Jahre alter Mann habe gegen Mittag mit einem Besteckmesser einen katholischen Diakon in seine Gewalt gebracht, sagte der Sprecher des Justizministeriums, Leon Ross. Die Forderungen des Geiselnehmers waren zunächst unklar.

Zunächst sei es dem wegen Mordes und Geiselnahme einsitzenden Täter um ein Gespräch mit einem bestimmten Gefangenen gegangen, sagte Ross. Die Polizei sei am Ort und stehe zusammen mit Bediensteten des Gefängnisses im Gespräch mit dem Mann. Die Beamten wollen ihn von der Aussichtslosigkeit seines Vorhabens überzeugen.

In sächsischen Gefängnissen gab es in den vergangen Jahren zwei Geiselnahmen. Am 11. Oktober 2000 nahm ein 27-Jähriger in Bautzen eine Sozialarbeiterin als Geisel. Die Aktion wurde am darauf folgenden Tag unblutig beendet.

Am 23. Dezember 1999 brachte ebenfalls in Bautzen ein 40 Jahre alter Mann einen Vollzugsbeamten in seine Gewalt und verbarrikadierte sich mit ihm in seiner Zelle. Nach 16 Stunden überwältigte ihn ein Sondereinsatzkommando der Polizei. Die Geisel blieb unverletzt, ebenso der Täter, der schon einmal 1997 im Gefängnis in Naumburg (Sachsen-Anhalt) einen Wärter als Geisel genommen hatte.

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